Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie

Lebenslanges Lernen

Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie

Die Christliche Bildungsakademie für Gesundheitsberufe hat eine staatliche Anerkennung als Weiterbildungsstätte für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in der Intensivpflege und Anästhesie. Das Team der Fachweiterbildung besteht aus zwei hauptamtlichen Mitarbeitern und wird ergänzt durch qualifizierte nebenamtliche Dozenten unterschiedlicher Berufe und Fachdisziplinen. Wir bieten in zwei Kursen insgesamt 36 Weiterbildungsplätze an. Der theoretische Unterricht strebt, entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse, die Ausbildung fachlicher, personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen im Bereich der Intensivpflege und Anästhesie an. Im praktischen Teil der Weiterbildung kooperieren wir mit 16 Akutkrankenhäusern der erweiterten Region Aachen.

Berufsbild Fachkrankenpflege

Um Anforderungen des modernen Qualitätsmanagements entsprechen zu können bedarf es zunehmend qualifizierten Fachpersonals mit abgeschlossener Weiterbildung.

Die berufsbegleitende Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie schließt mit der Höherqualifizierung in Form einer staatlichen Anerkennungsprüfung zur/zum Fachgesundheits- und Krankenpfleger/in ab.

Eine Fachgesundheits- und Krankenpflegerin, ein Fachgesundheits- und Krankenpfleger…
  • arbeitet als Teil eines intensivtherapeutischen Teams mit vielen verschiedenen Berufsgruppen zusammen.

  • plant, organisiert und koordiniert die Pflege eines oder mehrerer intensivpflichtigen Patienten eigenverantwortlich, führt sie durch und überprüft sie.

  • Hilft, pflegebedürftigen Menschen ihre Autonomie in der Lebensführung wiederzugewinnen und unterstützt deren Angehörige.

  • berücksichtigt nicht nur die körperlichen, sondern auch die psychischen und sozialen Bedürfnisse.

  • kommuniziert und gestaltet eine pflegerische Beziehung unter Berücksichtigung der extremen Abhängigkeit und des Ausgeliefert sein der Patienten.

  • leitet pflegebedürftige Menschen an, berät sie und beachtet ihr Selbstbestimmungsrecht.

  • beobachtet den Krankheits- und Genesungsverlauf, erkennt und interpretiert frühzeitig die Veränderung diagnostischer Parameter.

  • wirkt bei der Durchführung therapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen mit.

  • setzt unter ärztlicher Aufsicht hochwirksame Medikamente ein.

  • steuert Infusions- und Ernährungstherapien
  • hilft, invasive Gefäß- und Atemwegszugänge herzustellen,
  • bedient, überwacht und wartet medizintechnische Geräte.
  • begleitet inner- und interklinische Transporte kritisch Erkrankter.
  • handelt eigeninitiativ und verantwortlich in Notfallsituationen.
  • begleitet Sterbende und deren Angehörige.
  • assistiert verantwortlich und zielgerichtet dem Anästhesisten bei der Durchführung der geplanten Anästhesieverfahren.
  • begleitet und unterstützt die Patienten auch psychosozial im Umfeld einer Operation.
  • gestaltet im Rahmen ihrer Legitimation die Narkose-Ein- und –Ausleitung.
  • überwacht die Patienten während der Narkose und im Aufwachraum.
  • interveniert in Absprache mit dem Anästhesisten bei postoperativen Schmerzen.
  • koordiniert das Schmerzmanagement auch über das prä-, intra- und postoperative Umfeld hinaus.
  • leitet Schüler und neue Mitarbeiter an.
  • begleitet Fachweiterbildungsteilnehmer in deren Praxiseinsätzen

Voraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen
  • Staatliches Examen und Urkunde über die Erlaubnis zum Tragen der Berufsbezeichnung „Gesundheit- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger (oder eine gleichbedeutende ältere Berufsbezeichnung)"

Persönliche Voraussetzungen
  • Die Bereitschaft zu lernen, sich weiterzuentwickeln und sich und seine Arbeit zu reflektieren

  • Die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen

  • Die Bereitschaft zu Engagement im Kurs, im Team und im Arbeitsbereich

  • Die Bereitschaft zur zwischenmenschlichen Begegnung

Weiterbildungsverlauf

Allgemein:

Die Weiterbildung gliedert sich in praktische und theoretische Ausbildungsanteile.
Die Weiterbildung ist ausgerichtet auf die Besonderheiten der Pflege im Bereich der Intensivstationen und Anästhesie. Sie schult auch den Umgang mit belastenden Situationen.

Inhalte und Ablauf der theoretischen Weiterbildung:

Die Theorie umfasst 720 Stunden Unterricht à 45 Minuten. Darin inbegriffen sind 138 Selbstlernstunden. Sie verteilt sich über 15 Blockwochen innerhalb von zwei Jahren und ist in 12 Module gegliedert.

  • Fallsteuerung im Sinne von Bezugspflege / Beziehungsgestaltung

  • Fallsteuerung im Bereich der Intensivpflege bzw. der Pflege in der Anästhesie

  • Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit bewusstseins-, wahrnehmungs- und entwicklungsbeeinträchtigten Menschen

  • Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit atmungsbeeinträchtigten Menschen

  • Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit herzkreislaufbeeinträchtigten Menschen

  • Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit abwehrgeschwächten und an Infektionen leidenden Menschen

  • Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit bewegungsbeeinträchtigten Menschen

  • Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit Menschen mit Beeinträchtigung der Ernährung, der Ausscheidung und des Stoffwechsels

  • Professionelles Handeln im prä-, intra- und postoperativem Umfeld

  • Prozesssteuerung / Projektmanagement

  • Steuerung des eigenen Lernens / Eigene Lernwege gestalten

Die Module werden jeweils in unterschiedlichen Prüfungsformen abgeschlossen. Die Ergebnisse der Modulprüfungen fließen in Form einer Gesamtnote mit in die Bewertung der staatlichen Abschlussprüfung ein.

Ablauf der praktischen Weiterbildung:

Der Praxisteil umfasst mindestens 1 200 Stunden à 60 Minuten, die im Bereich der Intensiv- und Anästhesiepflege des betreffenden Verbundkrankenhauses absolviert werden. Sie verteilen sich auf jeweils 400 Stunden im Bereich der Anästhesie, der operativen bzw. internistischen Intensivpflege (800 Stunden interdisziplinäre Intensivpflege). Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Fachabteilungen eines Krankenhauses kann auch ein zeitweiliger praktischer Einsatz in einem anderen Haus des Kooperationsverbundes in Frage kommen. Die Praxisbegleitung wird durch anleitende Pflegefachkräfte auf den einzelnen Stationen bzw. Abteilungen gewährleistet. Darüber hinaus finden begleitende Praxisbesuche durch die hauptamtlichen Mitarbeiter der Bildungsakademie statt.

Bewerbung und Ausbildungsbeginn

Bewerbung und Weiterbildungsbeginn:

Die Weiterbildung zur/zum Fachgesundheitskrankenpfleger/in beginnt jährlich am  01. Februar.
Bewerbungen werden fortlaufend angenommen, sollten aber frühestens 12 Monate vor Weiterbildungsbeginn zugesandt werden. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihre Pflegedirektion. Dieser obliegt die Verantwortung und Koordination Ihrer praktischen Weiterbildung. Sollte zwischen Ihrem Arbeitgeber und der Christlichen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen GmbH kein Kooperationsvertrag bestehen, bitten wir um eine entsprechende Anfrage seitens der Pflegedirektion bzw. der Geschäftsführung Ihres Hauses.

Einzureichende Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsschreiben

  • Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild

  • Zeugnis der staatlichen Gesundheits- und Krankenpflege- bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeprüfung

  • Urkunde über die Erlaubnis zum Tragen der Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ bzw. „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“

Aus ökologischen und ökonomischen Gründen bitten wir Sie, auf Schnellhefter und Plastikfolien (Prospekthüllen) zu verzichten. Senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail oder lose in einem DIN A4 Umschlag.

Bewerbungsadresse:

Christliche Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen GmbH'
-Fachweiterbildung-
Boxgraben 99
52064 Aachen
fachweiterbildung@luisenhospital.de

Allgemeine Informationen

Kosten:

Die Kosten der Weiterbildung betragen zur Zeit (01.02.2017) 4.200 €. Diese werden von den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern bzw. deren Arbeitgebern getragen. Es besteht die Möglichkeit, über Leistungen aus „Meister-BAFöG“ oder Bildungsgutscheinen einen Teil der Weiterbildungskosten abzudecken.

 

Parkgebühren:

Während der Blockwochen können die Teilnehmer zu reduzierten Gebühren im Parkhaus des Luisenhospitals parken.

Nutzung der Mitarbeiterkantine „Bistro“:

Während der Blockzeiten können die Teilnehmer die Mitarbeiterkantine des Luisenhospitals nutzen.

 

W-Lan Zugang:

Gegen eine Anerkennung der Nutzungsbedingungen wird ein kostenfreier W-Lan Zugang gewährt.

 

Studienausweis:

Für die Dauer der Weiterbildung wird den Teilnehmern ein Studienausweis ausgestellt.

 

Sozialräume:

Innerhalb des Gebäudes der CBG stehen auf jeder Etage Aufenthaltsräume mit Kleinküche zur Verfügung

Historie der Schule

30.06.1982: Aufbau einer Weiterbildungsstätte für Krankenpflegeberufe zur Erlangung der Fachpflege am Eschweiler St.-Antonius-Hospital

08.11.1988: Gründung der „Fortbildungsakademie für Krankenpflegeberufe am St.-Antonius-Hospital Eschweiler e. V.“

2013 löste sich der Trägerverein auf und die Weiterbildung wurde in die Organisation des Eschweiler St.-Antonius-Hospitals integriert.

2015 übernahm die Christliche Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen GmbH mit einem laufenden Kurs die Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie.

Am 09.03.2015 erteilte die Bezirksregierung Köln der Christlichen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen GmbH die staatliche Anerkennung als Weiterbildungsstätte.

Zum 01.02.2018 startet der vierte Fachweiterbildungskurs an der Bildungsakademie.


Ansprechpartner

Kontaktieren Sie uns

Christliche Bildungsakademie für Gesundheitsberufe
Fort- und Weiterbildung
Boxgraben 99
52064 Aachen

Sekretariat
Frau Wüsten; Frau Gögge
T +49 (0) 241 / 414 - 2321
F +49 (0) 241 / 414 - 2439
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