Angehörige

Einbindung der Angehörigen

Einbindung der Angehörigen – Warum?

Für einen möglichst positiven Verlauf der Rehabilitation ist die Einbeziehung der Angehörigen oder engen Freunde von großer Bedeutung. Einerseits findet hier das Rehabilitationsteam Informationen, die für den Umgang mit dem Patienten und auch die Zielbestimmung innerhalb der Behandlungen sehr wichtig sind.

Andererseits können und sollen Angehörige durch das Rehabilitationsteam über die Erkrankung und deren individuelle Auswirkungen informiert und im alltäglichen Umgang hiermit geschult werden. Wir bitten Sie deshalb um eine möglichst frühe Kontaktaufnahme zu unserem Team. Dies kann entweder telefonisch oder direkt durch Teilnahme an den Therapien geschehen.

Rückkehr nach Hause

Wir sind bemüht, Angehörige umfassend über die Erkrankung des Patienten und die Auswirkungen dieser Erkrankung auf den häuslichen Alltag zu informieren und zu beraten. Medizinische Informationen erhalten sie in den regelmäßigen Arztgesprächen. Gerade zu Beginn der Behandlung ist die Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Stationsarzt dringend notwendig, auch um uns über eventuelle Besonderheiten oder Zielsetzungen der Rehabilitation zu informieren.

Der Sozialdienst informiert und unterstützt sie bei der Planung und Organisation passender Hilfen im nachstationären Bereich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Beratung zu sozialrechtlichen Themen und bei Bedarf auch Hilfestellung bei eventuellen Antragsstellungen. Auch bei der Vermittlung an externe Institutionen/Selbsthilfegruppen steht ihnen der Sozialdienst unterstützend zur Seite. Bei der Aufnahme in unserem Haus erhalten sie eine Informationsbroschüre, in der alle Kontaktdaten vermerkt sind.

Die Therapeuten und das Pflegepersonal informieren Sie über den alltäglichen Umgang mit dem Patienten und Förderungsmöglichkeiten im häuslichen, alltäglichen Umfeld. Ebenso informieren wir Sie über eine mögliche Hilfsmittelversorgung und leiten diese gegebenenfalls in die Wege.

Möglichkeit der Kurzzeitpflege

Der Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege kann zur weiteren Stabilisierung dienen. Er kann auch Zeiten überbrücken, die für Umbauten der bestehenden Wohnung, zur Organisation privater Unterstützung, zur Suche eines neuen Wohnumfeldes, z.B. altengerechte Wohnung oder Betreutes Wohnen notwendig sind.

Voraussetzung ist eine bestehende Pflegestufe, die eine finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse sicherstellt. Ein finanzieller Eigenanteil ist dennoch zu leisten.

Besuchszeiten

Angehörige sind – nach Absprache mit dem Patienten – grundsätzlich bei allen Therapien willkommen. In Einzelfällen ist es jedoch notwendig, für den Patienten ein ruhiges und ablenkungsarmes Arbeitsfeld zu schaffen. In diesen Fällen ist auch für Angehörige eine Teilnahme an den Therapien nicht möglich.

Freunde und Bekannte werden gebeten, ihre Besuche in die Zeit zwischen 16.00 Uhr und 21.00 Uhr zu legen, da in diesem Zeitraum kaum Therapien stattfinden.

Hilfsmittel

Um eine erfolgreiche Rückkehr in das häusliche Umfeld zu ermöglichen, ist häufig eine Versorgung mit verschiedenen Hilfsmitteln notwendig. Um die Versorgung mit häuslichen Hilfsmitteln (z.B. Toilettensitzerhöhungen, Greifzangen oder Duschhocker) kümmern sich in der Regel die behandelnden Ergotherapeuten.

In beiden Fällen ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den Therapeuten notwendig, um in einem Beratungsgespräch den individuellen Hilfsmittelbedarf zu klären.

Anleitung der Angehörigen

Angehörige und Bekannte sind – nach Absprache mit dem Patienten – grundsätzlich bei allen Therapien willkommen! Darüber hinaus besteht das Angebot und auch die Notwendigkeit bei einer häuslichen Weiterversorgung das "Handling" des Patienten unter therapeutischer Anleitung zu üben. Dies beinhaltet zum Beispiel die richtige Lagerung im Bett oder Rollstuhl oder das Umsetzen aus dem Bett in den Rollstuhl und zurück. Ebenso werden Angehörige bezüglich eventueller Sprech- und Schluckprobleme des Patienten und den Umgang hiermit im Alltag angeleitet. Auch kognitive Einschränkungen und ihre Auswirkungen auf den häuslichen Alltag können Thema einer Angehörigenanleitung sein.

Die Angehörigenanleitung sollte frühzeitig beginnen. Dabei gewonnene Erkenntnisse fließen auch in die Behandlung der Patienten ein. Wir bitten Sie deshalb, möglichst früh einen Termin mit den Therapeuten zu vereinbaren.

Kostenloser Pflegekurs

Informationen für Patienten und pflegende Angehörige

Das Luisenhospital Aachen bietet Ihnen Informationen und Beratung zur Pflege zu Hause an. Was bedeutet die "Pflege zu Hause"? Unabhängig davon, ob die Pflegebedürftigkeit eines nahe stehenden Menschen schleichend oder plötzlich eingetreten ist, können sich für die Familien vielfältige Fragen zu folgenden Aspekten ergeben:

  • Finanzierung der Pflege
  • Durchführung von Pflegetechniken
  • psychische Belastung der ganzen Familie
  • innerfamiliäre Konflikte

Deshalb bieten wir schon während des Krankenhausaufenthaltes im Rahmen eines Modellprojektes eine individuelle Begleitung der Familien an.

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