Glossar

Glossar

Angiographie- und Durchleuchtungseinrichtung

Definition:

Mit unserem hochmodernen Durchleuchtungsgerät Artis Zee multipurpose von Siemens können mittels neuester Flachdetektortechnik dynamische Unteruchungen von allen Körperregionen, zum Teil kontrastmittelverstärkt, durchgeführt werden.

Hierbei nimmt die digitale Gefäßdarstellung eine führende Position ein. Sowohl die chronische Schaufensterkrankheit als auch akute Gefäßverschlüsse der Arterien, venöse Thrombosen und Krampfaderleiden werden bei uns schonend untersucht, präzise diagnostiziert und in Kooperation mit der Gefäßchirurgischen Klinik bewertet.

Weitere Schwerpunkte sind Untersuchungen des gesamten Verdauungstraktes inkl. der Defäkographie, Myelographien sowie Schmerztherapien bei Rückenleiden.

Hier einige Untersuchungsbeispiele:

Angiographie der Handgefäße:

Beispiel einer selektiven (Pharmako-) Angiographie der Handgefäße zur Beurteilung von Gefäßspasmen versus Gefäßverschlüssen bzw. Stenosen bei „Weißfingerkrankheit“ (Raynaud-Symdrom).

Phlebographie der tiefen Beinvenen:

Beispiel einer tiefen Venenthrombose am Unter- und Oberschenkel.

Myelographie:

Beispiel einer Myelographie bei Verdacht auf Spondylolisthesis.

Argonplasma-Koagulation

Definition:

Unter der Argon-Plasma-Koagulation versteht man ein thermisches Hochfrequenzverfahren, das zur Koagulation (Blutstillung) von Gewebe (z.B. im Rahmen einer Bronchoskopie) genutzt wird.

Ballon Katheter

Definition:

Arterienverkalkung kann dazu führen, dass Blutgefäße zunehmend verengen. Falls nötig, dehnen Ärzte mit einem Ballon-Katheter die betroffenen Abschnitte wieder auf. Die Gefäße werden durch kleine Metallgeflechte, sogenannte Stents, offen gehalten.

Bodyplethysmographie

Definition:

Die Bodyplethysmographie, auch als Ganzkörperplethysmographie oder große Lungenfunktion bekannt, ist ein Verfahren zur Messung von Lungen- und Atemparametern - wie der Atemwiderstand, das Residualvolumen oder die totale Lungenkapazität. Der Bodyplethysmograph befindet sich in einer geschlossenen Kabine.

Bronchoskopie

Definition:

Eine Bronchoskopie, auch Lungenspiegelung genannt, ist ein medizinisches Verfahren zur Erkennung und weiteren Definition von Erkrankungen der Lunge sowie der Atemwege. Besonders wichtig ist diese Untersuchung bei dem Verdacht des Vorliegens eines Lungenkrebses, um die Diagnose zu klären und die Ausbreitung auf benachbartes Gewebe und andere Organe zu bestimmen.

Die Untersuchung wird mit Hilfe eines Bronchoskops durchgeführt, ein flexibler Schlauch von etwa 3-6 mm Durchmesser, welcher durch die Nase oder alternativ durch den Mund, über den Rachen in die Luftröhre geschoben wird. Neben der bildlichen Darstellung auf einem Monitor, kann der behandelnde Arzt zusätzlich mit Hilfe von kleinen Zangen und Bürsten Gewebe entnehmen.

Dieses Verfahren ist schmerzfrei, die Gabe eines leichten Schlafmittels ist möglich. Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten. Vorab wird dem Patienten ein Spray in den Rachen verabreicht, welches den Husten- und Würgereiz unterdrückt. Der Patient sollte vier Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein und auch nicht mehr geraucht haben.

Bülau Drainage

Definition:

Die Bülau Drainage, auch Thoraxdrainage, dient der Förderung von Blut, Sekreten oder Luft aus dem Raum zwischen der Lungenoberfläche und dem Rippenfell, um den notwenigen Unterdruck aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen. Der Brustkorb und das Rippenfell werden dabei durch einen Zwischenrippenraum eröffnet, ein Drainageschlauch eingeführt und schließlich ein kontrollierter Sog angelegt, um den Pleuraspalt zu drainieren.

Eine Thoraxdrainage kann offen oder unter der Haut angebracht werden.

Cholangiographie

Definition:

Eine Cholangioskopie stellt eine direkte Endoskopie der Gallenwege dar

Eine Cholangioskopie stellt eine direkte Endoskopie der Gallenwege dar. Dies kann mittels eines dünnen Endoskops durch den Arbeitskanal eines dickeren ERCP-Gerätes (Mother-Baby-Technik), intraoperativ oder durch einen Hautschnitt erfolgen. Bei letzterem wird zunächst ein Gallengang innerhalb der Leber mit einer speziellen Spritze aufgesucht, anschließend ein Führungsdraht eingelegt und das Cholangioskop darüber eingeführt. Mit der Cholangioskopie können unter Sicht Gallengangssteine zerstört und aus Gallengang-Tumoren Gewebeproben entnommen werden (Biopsie). Konkurrierende Verfahren, die aber keine Veränderung, sondern nur eine bildliche Darstellung ermöglichen, sind Röntgenverfahren wie die perkutane transhepatische Cholangiographie, die von außen durch die Haut erfolgen.

Cholangioskopie

Definition:

Dies kann mittels eines dünnen Endoskops durch den Arbeitskanal eines dickeren ERCP-Gerätes (Mother-Baby-Technik), intraoperativ oder durch einen Hautschnitt erfolgen. Bei letzterem wird zunächst ein Gallengang innerhalb der Leber mit einer speziellen Spritze aufgesucht, anschließend ein Führungsdraht eingelegt und das Cholangioskop darüber eingeführt. Mit der Cholangioskopie können unter Sicht Gallengangssteine zerstört und aus Gallengang-Tumoren Gewebeproben entnommen werden (Biopsie). Konkurrierende Verfahren, die aber keine Veränderung, sondern nur eine bildliche Darstellung ermöglichen, sind Röntgenverfahren wie die perkutane transhepatische Cholangiographie, die von außen durch die Haut erfolgen.

CO-Diffusionsmessung

Definition:

Die CO-Diffusionmessung dient zur Messung von Störungen des Gasaustausches, die durch Veränderungen des Lungengewebes verursacht werden können. Bei der CO-Diffusionsmessung werden verschiedene Fremdgase eingesetzt, z.B. Helium. Konzentrationsänderungen dieser Gase in Aus- und Einatmungsluft geben Aufschluss über die Sauerstoffaufnahme und das Lungenvolumen. 

CT

Abkürzung von:

Computertomographie (CT)

Wir verwenden einen der modernsten, schnellsten und strahlensparensten Computertomographen der Welt - den Siemens Somatom Definition Flash. Oft dauert die Untersuchung in diesem Hochleistungsscanner nur wenige Sekunden, so dass ein langes Liegen, anstrengendes Atemanhalten oder Engegefühl nicht aufkommt. Bei einigen CT-Untersuchungen ist es notwendig zur Optimierung der diagnostischen Aussagekraft Röntgenkontrastmittel einzusetzen.

Neben der Abklärung zahlreicher Erkrankungen der inneren Organe (Leber, Lunge, Niere, etc.) können auch spezielle Fragestellungen im Bereich des Gehirns, der Wirbelsäule und der Knochen treffsicher beantwortet werden. Mit der von uns verwendeten Mutidetektor Dual Source CT Technologie können auch hochspezifische Untersuchungen, wie ultraschnelle Darstellung der Herzkranzgefäße (Cardio-CT), katheterfreie Gefäßanalysen oder virtuelle Darmspiegelungen angefertigt werden.

Als Mitglied des Lungenkrebszentrums der Städteregion Aachen werden bei uns spezielle Programme zur Erkennung von Lungentumoren durchgeführt und verlaufskontrolliert. In Zusammenarbeit mit Arbeitsmedizinern erstellen wir Gutachten bei Lungenfibrosen und Asbestosen. Zudem obliegt uns die radiologische Betreuung unserer Mukoviszidose Ambulanz.

Hier einige Untersuchungsbeispiele:

CT-Colonographie:

Darstellung  eines Darmpolypen in der virtuellen Koloskopie ohne Narkose und ohne Koloskop. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und dauert nur wenige Sekunden.

CT-Bronchographie:

Darstellung einer Bronchialwandeinengung aufgrund eines verschluckten Fremdkörpers (Pfeile), der nachfolgend geborgen werden konnte.   

Computertomographie der Gefäße (CTA):

Dreidimensionale Darstellung eines Bypasses vom rechten zum linken Oberschenkel bei Verschluss der linken Beckenarterie (linkes Bild). Darstellung der Halsgefäße (u.a. Arteria carotis, rechtes Bild). Es ist hierfür kein Kathetereinsatz notwendig.

Herz-Computertomographie:

Dreidimensionale Darstellung der Herzkranzgefäße ohne Herzkatheter. Die Untersuchungszeit des Herzens ist kürzer als eine Sekunde bei einer sehr geringen Strahlenbelastung (ca. 1mSv).

Divertikel

Definition:

Hohlraum, Aussackung

Als Divertikel bezeichnet man in der Medizin eine bläschen-, birnen- oder sackförmige Ausstülpung der Wände von Hohlorganen. Divertikel treten vorgeburtlich als normale Entwicklungsstufe von verschiedenen Organen auf. Nach der Geburt sind Divertikel Abweichungen vom Normalzustand des Körpers. Ein Behandlungsbedarf besteht zumeist jedoch nur bei Beschwerden. Sie entstehen durch Druck oder Zug.

Doppelballon-Enteroskopie (DBE)

Definition:

Die Doppelballon-Enteroskopie (DBE) ist ein modernes Untersuchungsverfahren, mit dem eine Diagnose im kompletten Dünndarm erfolgen kann.  Hierbei wird der Eingriff entweder über den Magen (oraler DBE) oder über den Dickdarm (analer DBE) durchgeführt. Über ein langes Endoskop (ca. 2 Meter) wird mittels zweier unabhängig voneinander aufblasbarer Ballone und einem über das Endoskop gestülpten Schlauch (sog. Übertubus) der Dünndarm aufgefädelt, um mit dem Gerät an Strecke voranzukommen. 

Während der Untersuchung ist es möglich Gewebeproben zu entnehmen. Zudem kann  eine Verödung von blutenden Gefäßmissbildungen (sog. Angiodysplasien) oder eine Abtragung von Polypen (Polypektomie) als Therapie vorgenommen werden.

Doppler/Duplexsonographie

Definition:

Hierbei handelt es sich um Ultraschallverfahren, die einen Einblick in die Durchblutungssituation erlauben.

Bei der reinen Dopplersonographie(D-Mode-Verfahren) wird der Blutfluß innerhalb der Blutgefäße beurteilt. Dabei können Einengungen (Stenosen) ab ca. 40-50% erkannt und deren Ausmaß genau bestimmt werden.

Bei der Duplexsonographie (B-Mode-Verfahren) beurteilt man den Verlauf der Blutgefäße, das Gefäßkaliber und die Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht. Es ist möglich, die Wanddicke und auch arteriosklerotische Ablagerungen auszumessen, um eine direkte Vergleichsmöglichkeit bei weiteren Verlaufskontrollen zu haben.
Zur besseren Beurteilung von Stenosen dient die Farbkodierte Duplexsonographie, welche kombiniert mit den anderen Verfahren eine ebenso gute Messgenauigkeit wie das invasive Kontrastmittel-Röntgen (Angiographie) ergibt, wodurch immer seltener die Notwendigkeit zum Röntgen besteht.

dorsal

Definition:

(vom lat. "dorsum" = Rücken) rückwärts, am Rücken gelegen


Echokardiographie

Definition:

Echokardiografie ist eine Methode zur Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall. Neben dem Elektrokardiogramm (EKG) ist die Echokardiografie eine der wichtigsten nichtinvasiven Untersuchungsmethoden des Herzens.

Eine Echokardiografie kann im Ruhezustand oder unter Belastung (Stressecho) durchgeführt werden. Es ist eine schnelle und für den Patienten schonende Methode zur Untersuchung der Größe der einzelnen Herzkammern, der Pumpfunktion sowie der Funktion der einzelnen Herzklappen.

Endometriose

Definition:

Endometriose ist eine chronische Erkrankung von Frauen während der geschlechtsreifen Zeit, bei der Gewebe, ähnlich der Gebärmutterschleimhaut, außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt.

Wie es zu dieser "verirrten" Schleimhautabsiedelung kommt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine gängige Theorie ist die Verschleppung von Gebärmutterschleimhaut über die Eileiter in den Bauchraum im Rahmen der Periode. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Überlegungen zur Entstehung der Endometriose.

Auch Vererbung und andere genetische Veranlagungen können eine Rolle spielen.

Meist ist die unmittelbare Umgebung der Gebärmutter betroffen, insbesondere das Bauchfell im Unterbauch, die Haltebänder der Gebärmutter, die Eierstöcke, sowie öfter auch angrenzende Organe wie Blasen- und Darmwand. Auch der obere Teil der Scheide sowie die Gebärmuttermuskulatur selbst können befallen sein.

Die Endometriose unterliegt denselben hormonellen Einflüssen wie die Gebärmutterschleimhaut, sodass es während der Periode auch zu Blutungen in die befallenen Stellen kommt. Dies führt insbesondere am Bauchfell oft zu starken Schmerzen, sowie im Laufe der Zeit zu Vernarbungen und Verklebungen verschiedener Organe miteinander.

Hierin kann unter anderem ein Grund für ungewollte Kinderlosigkeit liegen.

Wenn Endometriose am Darm oder der Blase vorkommt, können krampfartige Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang während der Periode die Folge sein. Bei durchgewachsener Endometriose kann es sogar zu Blut im Urin oder Stuhl kommen.

Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können durch Endometriose ausgelöst werden.

An den Eierstöcken entstehen oft die sogenannten Schokoladenzysten, mit altem eingedickten bräunlichem Blut gefüllte Hohlräume.

Nicht immer verursacht die Endometriose typische Beschwerden, so dass sie oft gar nicht entdeckt wird.

Allerdings dauert es auch bei Frauen, die jeden Monat unter starken Schmerzen leiden, im Schnitt bis zu sieben Jahren, bis die Erkrankung diagnostiziert wird.

Bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch liegt in 30 bis 40 Prozent eine Endometriose zu Grunde.

Bei Verdacht auf Endometriose kann eine gezielte Befragung manchmal Hinweise auf die Lokalisation der Endometrioseherde geben. Zusätzlich helfen die gynäkologische Untersuchung, der vaginale Ultraschall und in speziellen Fällen auch die Kernspin-Untersuchung.

Ein sicherer Nachweis ist aber nur durch eine Bauchspiegelung ( Laparoskopie ) zu erbringen.

 

Meist kann im Rahmen dieser "Schlüsselloch-Operation" nicht nur die Diagnose gestellt, sondern auch die Erkrankung durch Herausschneiden oder Zerstören des Endometriosegewebes behandelt werden.

Bei sehr ausgeprägtem Befall ( z.B. Darm und Blase ) müssen die Operationen auch unter Mitwirkung von Chirurgen oder Urologen durchgeführt werden.

Oft kommt es durch diese Therapie zu einem deutlichen Rückgang der Beschwerden und auch die Schwangerschaftsrate verbessert sich.

Nach der Operation wird häufig eine medikamentöse Behandlung mit Gelbkörperhormonen oder der Pille, oft durchgehend eingenommen, durchgeführt, um das Wiederkehren der Erkrankung so lange wie möglich aufzuhalten.

Gerade die schweren Formen der Endometriose können wieder auftreten. Nur eine konsequente Therapie bietet hier Aussicht auf eine dauerhafte Heilung. Mit Beginn der Wechseljahre kommt die Endometriose jedoch meist zur Ruhe.

Der Erkrankung vorzubeugen, ist nach dem heutigen Wissensstand nicht möglich. Frauen können jedoch selbst dazu beitragen, dass die Diagnose früher erfolgt, als dies oft Fall ist. Damit lassen sich die Heilungsaussichten deutlich verbessern. Dazu gehört unter anderem, dass Schmerzen, die sich in Abhängigkeit vom Menstruationszyklus verstärken und abschwächen, nicht einfach hingenommen werden. Zwar treten häufig Menstruationsschmerzen auf, die nicht durch eine Endometriose bedingt sind. Doch wenn man an sich eine Verstärkung der Menstruationsschmerzen beobachtet, dann sollte auch an eine Endometriose gedacht werden. Der behandelnde Frauenarzt sollte deswegen frühzeitig zu Rate gezogen und auf die Beschwerden angesprochen werden.

Er wird Sie dann unter Umständen an eine spezialisierte Klinik weiterleiten, in der, wie bei uns, die Endometriose in allen Schweregraden kompetent behandelt werden kann.

Nach einer ausgedehnten Operation ist oft eine Anschlussheilbehandlung angezeigt, in deren Rahmen die Patientinnen auch alternative Methoden kennen-lernen, mit deren Hilfe Verkrampfungen, Verspannungen und narbenbedingte Schmerzen gelindert werden können.

Obwohl die Endometriose ein chronisches Leiden ist, kann vielen Frauen durch die verschiedenen Therapiemöglichkeiten ein beschwerdefreies Leben oder die Erfüllung des Kinderwunsches ermöglicht werden.

Endometriumablation

Definition:

Es gibt unterschiedliche Verfahren der Endometriumablation, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) wird verödet bzw. entfernt, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut in der Gebärmutter aufbauen kann und in der Folge die Monatsblutung ausbleibt oder wieder auf ein normales Maß reduziert ist.
Zur Vorbereitung der Endometriumablation ist eine diagnostische Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) und eine Ausschabung (Abrasio) notwendig, um Myome, Polypen oder Vorstufen bösartiger Veränderungen auszuschließen und festzustellen, welche Methode der Endometriumablation im Einzelfall am sinnvollsten anzuwenden ist.

Endoskopie

Definition:

Spiegelung

Die Endoskopie ist eine medizinische Technik, mit deren Hilfe Ärzte ohne oder nur mit einem kleinen chirurgischen Eingriff Körperhöhlen und Hohlorgane untersuchen, Krankheiten erkennen und gegebenenfalls gleich behandeln können.

Endoskopische Mukosaresektion (EMR)

Definition:

Mittels der endoskopischen Mukosaresektion (EMR) ist es möglich, Veränderungen im Magen-Darmtrakt endoskopisch, also ohne Operation, zu entfernen. Diese Methode kann bei frühen Tumoren in Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm eingesetzt werden. Die genaue Vorgehensweise erläutert Ihnen Ihr behandelnder Arzt.

Endoskopische Submucosadissektion (ESD)

Definition:

Mit der Endoskopische Submucosadissektion (ESD) können frühe Tumoren im Magen- und Darmtrakt endoskopisch in einem Stück entfernt werden.

Der Vorteil der ESD Technik liegt darin - im Gegensatz zur endoskopischen Mukosaresektion (EMR)- , dass auch großflächige Frühkarzinome (> 2 cm) im Ganzen entfernt werden können. Damit ist der anschließende Befund des entnommenen Gewebes, insbesondere der Tumorrandbereiche, sicherer.

Eine Operation kann hiermit häufig vermeiden werden. So können bestimmte Tumore in Speiseröhre, Magen, Magen, Dünndarm und Dickdarm effektiv endoskopisch behandelt werden.

Endosonographie

Definition:

endoskopischer Ultraschall

Endosonografie (EUS, von endoskopischer Ultraschall) ist eine nicht von außen durch die Haut, sondern von innen durchgeführte Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Der Ultraschallkopf wird mittels spezieller Gerätschaft (meist Endoskope) direkt mit inneren Oberflächen (beispielsweise der Schleimhaut der Speiseröhre) in Kontakt gebracht. Dort entsteht dann ein Ultraschallbild.

Epiduralraum

Definition:

Strukturen im Wirbelkanal

Das Rückenmark wird, wie alle Teile des Zentralnervensystems, durch die Lagen dreier Hirnhäute eingefasst. Zwischen der außen um das Rückenmark liegenden harten Hirnhaut (Dura mater) und dem Periost (Knochenhaut, gleichzeitig das äußere Blatt der Dura mater), das die Innenwand des Wirbelkanals auskleidet, befindet sich ein mit Fett- und Bindegewebe sowie einem Venengeflecht (Plexus venosus vertebralis) ausgefüllter Raum, der Peri- oder Epiduralraum.

Im Epiduralraum liegen, umgeben von einer Aussackung der Dura mater spinalis, die Nervenwurzeln der abgehenden Rückenmarksnerven und das Spinalganglion. Über eine Injektion eines örtlich wirkenden Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) in diesen Raum kann man diese Nervenwurzeln ausschalten (Periduralanästhesie). Außerdem liegen in diesem Raum die Blutgefäße zur Versorgung des Rückenmarks. Sie erfolgt über Rückenmarksäste (Rami spinales) der Arteria vertebralis, der Arteriae intercostales posteriores (bei Tieren dorsales) und der Arteriae lumbales. Diese Spinaläste ziehen über das Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) von beiden Seiten in den Wirbelkanal und bilden auf der Vorderseite (bei Tieren Unterseite) des Rückenmarks eine unpaarige, in Längsrichtung verlaufende Arterie, die Arteria spinalis anterior (bei Tieren als Arteria spinalis ventralis bezeichnet). Sie kann als Längsanastomose der segmentalen Rückenmarksäste angesehen werden, verbindet also alle Zuflüsse in Längsrichtung untereinander. Daneben bilden die entsprechenden Venen epidural ein dichtes Netzwerk (Plexus) von Gefäßen, so den Plexus vertebralis internus ventralis auf der Vorderseite (bei Tieren Unterseite). Dieses Gefäßgeflecht ist bei chirurgischen Eingriffen nahe dem Wirbelkanal besonders verletzungsgefährdet. Blutungen aus diesem Plexus lassen sich oft nicht völlig stillen, was später zu Narben führt (Arachnoiditis adhaesiva). Zusammen mit dem periduralen Fettgewebe bildet das Venengeflecht ein Polster für die Lagerung des Rückenmarks. Innerhalb der sackförmigen Umhüllung durch die Dura mater spinalis liegt das Rückenmark umgeben von den beiden weichen Rückenmarkshäuten (Arachnoidea und Pia mater spinalis) sowie dem zwischen diesen gefassten liquorführenden Subarachnoidalraum. Insbesondere die beiden je seitlich von der Pia mater ausgebildeten Bindegewebszüge verankern als Ligamentum denticulatum das leptomeningeal umhüllte Rückenmark mit zackenartig zulaufenden Verstrebungen an der Innenfläche der Dura.

ERCP

Definition:

Bei einer ERCP (endoskopisch retrograden Cholangio-Pankreatikografie) untersucht der Arzt die Gallengänge und die Gallenblase sowie den Ausscheidungsgang der Bauchspeicheldrüse mit einem Kontrastmittel und stellt sie unter Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen dar. Das Verfahren dient der Diagnose und Therapie eines Gallestaus (Cholestase) durch Gallensteine oder Engstellen im Bereich der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge sowie Tumore.

Im Rahmen einer ERCP kann die EPT (Endoskopisch ausgeführte Papillotomie ; lat. Papilla = Knospe, Warze, Bläschen; griech tome = Schnitt) angewendet werden. Hiermit versucht man Gallensteinen den Abgang über den Hauptgallengang (Ductus hepatocholedochus) und seine größte Engstelle die Vatersche Papille (Papilla vateri) zu ermöglichen oder bei narbigen Veränderungen der Papille den Abfluss der Galle zu gewährleisten. Auch seltene angeborene Fehlbildungen im Gallengangs-Mündungsbereich (Choledochocelen, Innere Duodenaldivertikel) können mit einem Papillotom endoskopisch gespalten werden.

Bei dem Verfahren wird mit Hilfe eines Papillotoms, einem elektrischen Messer, das durch den Instrumentierkanal des Endoskops vorgeführt wird, der Schließmuskel der Vater-Papille (Musculus sphincter Oddi) durchtrennt.

Hysterektomie

Definition:

Als Hysterektomie bezeichnet man in der Medizin die operative Entfernung der Gebärmutter. Synonym ist die Bezeichnung Uterusexstirpation; dieser Ausdruck kommt vom lateinischen uterus 'Gebärmutter' und exstirpare 'ausreißen', 'beseitigen'. Werden zusätzlich die Eierstöcke entfernt, wird der Eingriff als Hysterektomie oder Uterusextirpation mit Adnexen, genauer mit ein- oder beidseitiger Adnexektomie bezeichnet. In der Veterinärmedizin werden reine Hysterektomien praktisch nie durchgeführt, weil sie zu schweren Komplikationen führen können. Hier spricht man von einer Ovariohysterektomie. Der Begriff der Totalexstirpation grenzt dabei die vollständige Entfernung der Gebärmutter (totale Uterusexstirpation) gegen die subtotale oder auch suprazervikale Uterusexstirpation ab, bei welcher der Gebärmutterhals (Zervix) erhalten bleibt. Oft wird die vollständige Entfernung der Gebärmutter auch als Totaloperation bezeichnet. Der Begriff ist jedoch hinsichtlich des Ausmaßes einer Hysterektomie nicht klar definiert, daher missverständlich, und sollte vermieden werden. In der Gynäkologie ist die Hysterektomie ein häufiger Eingriff, der überwiegend bei gutartigen Erkrankungen durchgeführt wird, zu welchem es allerdings oft auch Alternativen gibt.

IGEL

Definition:

I= Individelle G=GEsundheits L=Leistungen

Individuelle Gesundheitsleistungen bedeutet, dass die Kosten im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Infiltrationstherapie

Definition:

Bei der Infiltrationstherapie werden flüssige Medikamente in die Haut oder auch tiefer liegende Bereiche injiziert, um primär lokale Wirkungen, teilweise aber auch davon abgeleitete Fernwirkungen, hervorzurufen. Ziel der Therapie ist meist die Unterbrechung sich selbsterhaltender, meist schmerzhafter Prozesse im Zusammenhang mit chronischen Gewebsreizungen sein (Beispiel: Neuraltherapie). Die röntgengestützte Facettengelenkinfiltration bzw. -blockade ist ein interventionell-radiologisch-schmerztherapeutisches Verfahren, um schmerzhafte, arthrotisch veränderte Facettengelenke (syn. kleine Wirbelgelenke) zu behandeln. Dabei wird das Wirbelgelenk mit einer dünnen Nadel unter Röntgen- oder CT-Kontrolle direkt punktiert und ein Schmerzmittel/Röntgenkontrastmittelgemisch in und an das Gelenk injiziert. Dieses hat ein max. Fassungsvolumen von einem Milliliter. Das Schmerzmittelgemisch kann sich unterschiedlich zusammensetzen. In aller Regel wird ein Lokalanästhetikum mit einem entzündungshemmenden Mittel kombiniert (oft ein Cortisonabkömmling).

Interventionelle Radiologie

Definition:

Die interventionelle Radiologie ist das jüngste, aber auch das interessanteste Teilgebiet der Radiologie. So können heute viele Erkrankungen minimalinvasiv behandelt werden, -Patienten bleibt eine Operation erspart. Mit Hilfe von hauchzarten Kathetern und Nadeln sind wir in der Lage z.B. Gewebeproben zu entnehmen, Gefäße zu eröffnen oder zu verschließen, Chemotherapeutika gezielt zu applizieren und vieles mehr.

Hier einige Untersuchungsbeispiele:

Lungenpunktion:

Beispiel einer CT-gesteuerten Biopsie eines Lungentumors. Die Spitze der Stanzbiopsienadel liegt zentral im Tumor. Mit diesem radiologischen Verfahren können Gewebeproben schonend, sicher und schnell aus sämtlichen Körperregionen ohne Operation gewonnen werde.

CT gesteuerte Anlage einer Drainage:

Punktion eines Eiteransammlung (Abszess) im kleinen Becken und Anlage einer 14F Drainage in Seldinger Technik. Die Maßnahme wird unter örtlicher Betäubung und unter Schonung der umgebenden Organe durchgeführt.

 

Periradikuläre Therapie (PRT):

CT gesteuertes Vorführen einer Nadel an eine Nervenwurzel (linkes Bild bei zervikaler PRT, rechts Bild bei lumbaler PRT) zur Applikation von Lokalanästhetikum im Rahmen der Schmerztherapie von radikulären Schmerzen.

CT gesteuerte Sympathikolyse:

Die Sympathikolyse dient zur Ausschaltung der sympathischen Innervierung. Dies erfolgt mittels zielgenauer Applikation von hochprozentigem Alkohol. Das Verfahren wird u. a. zur Verbesserung der Durchblutung in den Beinen oder Armen angewandt.

Kardio CT

Mit der modernen Mehrschichtcomputertomographie ist es möglich, eine sehr genaue Untersuchung des Herzens durchzuführen. Neben der Darstellung der Herzanatomie, wie der Herzmuskulatur, Klappen und Herzkranzgefäße, ermöglicht sie gleichzeitig eine Beurteilung der Funktion des Herzens.
Eine um den Patienten kreisende Röntgenröhre mit einem Detektor, die spiralförmig die Region des Herzens in ca. 20 Sekunden erfasst, werden die Daten erhoben. Der Herzschlag wird mit einem EKG abgeleitet, um bewegungsreie Bilder zu bekommen. Die Informationen werden in ein dreidimensionales Bild mittels Schichtaufnahmen umgerechnet.

Kernspintomographie

Die Kernspintomographie ist ein strahlenfreies Verfahren. Für die Bildgebung sorgen ein sehr starkes Magnetfeld (1,5 Tesla) sowie ultraschnell geschaltete Gradientenspulen. Das moderne Gerät ermöglicht neben der üblichen Bildgebung auch dynamische Untersuchungen. Neben Gefäßdarstellungen – zum Beispiel der Halsschlagadern oder der Gefäßversorgung des Bauchs, des Beckens und der Beine – sind auch Untersuchungen des Herzens zur Beurteilung von Funktion und Durchblutung des Herzmuskels möglich.

Khyphose

Definition:

Als eine Kyphose (griech., wörtlich „Buckelung“  kýphos, „Buckel“) wird in der Fachsprache beim Menschen eine nach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule bezeichnet. Natürlicherweise kommt Kyphose im Brustbereich (Brustkyphose) vor und am Ende der Wirbelsäule noch als eine kleine Kyphose, die sogenannte Sakralkyphose. Erst bei einer krankhaften Verstärkung der Kyphose, in diesem Fall jene der Brustwirbelsäule, spricht man von einem Rundrücken, einer Hyperkyphose, einem Buckel oder lateinisch einem Gibbus.

Unter einer Skoliose (altgriechisch skolios „krumm“) versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper (Verschieben der Deck- und Grundplatten gegeneinander) - begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper. Dies kann nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten (S-Form).

Koloskopie

Definition:

Eine Koloskopie, auch Darmspiegelung, dient der Untersuchung des Dickdarmes sowie der letzten Zentimeter des Dünndarmes.

Das Koloskop hat einen Durchmesser von ca. 1 cm und eine Länge von etwa 1,2 Metern. An der Spitze befindet sich ein Videochip, welcher das Bild auf einen Monitor überträgt. Ein Arbeitskanal ermöglicht das Einführen von kleinen Instrumenten  wie Zangen oder Schlingen, mit welchen wärend der Untersuchung kleine Gewebeproben, wie z.B. Polypen oder Tumoren, entnommen werden können.

Konisation

Definition:

Bei einer Konisation handelt es sich um einen zumeist ambulant durchführbaren operativen Eingriff am Muttermund einer erwachsenen Frau. Dabei wird mit einem Skalpell, mittels Laser oder einer elektrischen Schlinge ein Gewebekegel (Konus, daher der Name Konisation) aus dem Gebärmutterhals entnommen, der einen Teil der Muttermundoberfläche und des Gebärmutterhalskanales enthalten sollte.

LASH

Definition:

Es stehen heute verschiedene Operationstechniken zur vollständigen oder teilweisen Entfernung einer Gebärmutter zur Verfügung:

  • laparoskopische Entfernung des Gebärmutterkörpers (LASH – laparoskopische suprazervikale Hysterektomie)

  • durch die Scheide (vaginale Hysterektomie)
  • laparoskopische Hysterektomie (TLH – totale laparoskopische Hysterektomie)
  • kombiniert laparoskopisch und durch die Scheide (LAVH – laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie, vaginal assistierte laparoskopische Hysterektomie)
  • mittels Bauchschnitt (Laparotomie)
  • mit Erhalt des Gebärmutterhalses (subtotale – auch suprazervikale – abdominale Hysterektomie)
  • mittels Bauchschnitt ohne Erhalt des Gebärmutterhalses (totale abdominale Hysterektomie)

Bei einer vaginalen Entfernung wird der Gebärmutterhals mit entfernt. Bei laparoskopischen und abdominalen Methoden kann dieser erhalten bleiben. Die gleichzeitige Mitentfernung der Eierstöcke und Eileiter (Adnexe) ist bei laparoskopischem und abdominalem Zugang immer möglich, sollte jedoch nur bei entsprechender Indikation erfolgen. Bei der rein vaginalen Hysterektomie ist eine Entfernung der Adnexe prinzipiell ebenfalls möglich, jedoch zuweilen schwieriger bzw. in Einzelfällen auch nicht durchführbar. Ist die Entfernung notwendig, wird daher meist ein anderer Zugangsweg gewählt.

LAVH

Definition:

Es stehen heute verschiedene Operationstechniken zur vollständigen oder teilweisen Entfernung einer Gebärmutter zur Verfügung:

  • kombiniert laparoskopisch und durch die Scheide (LAVH – laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie, vaginal assistierte laparoskopische Hysterektomie)

  • durch die Scheide (vaginale Hysterektomie)
  • laparoskopische Hysterektomie (TLH – totale laparoskopische Hysterektomie)
  • laparoskopische Entfernung des Gebärmutterkörpers (LASH – laparoskopische suprazervikale Hysterektomie)
  • mittels Bauchschnitt (Laparotomie)
  • mit Erhalt des Gebärmutterhalses (subtotale – auch suprazervikale – abdominale Hysterektomie)
  • mittels Bauchschnitt ohne Erhalt des Gebärmutterhalses (totale abdominale Hysterektomie)

Bei einer vaginalen Entfernung wird der Gebärmutterhals mit entfernt. Bei laparoskopischen und abdominalen Methoden kann dieser erhalten bleiben. Die gleichzeitige Mitentfernung der Eierstöcke und Eileiter (Adnexe) ist bei laparoskopischem und abdominalem Zugang immer möglich, sollte jedoch nur bei entsprechender Indikation erfolgen. Bei der rein vaginalen Hysterektomie ist eine Entfernung der Adnexe prinzipiell ebenfalls möglich, jedoch zuweilen schwieriger bzw. in Einzelfällen auch nicht durchführbar. Ist die Entfernung notwendig, wird daher meist ein anderer Zugangsweg gewählt.

Mammachirurgie

Definition:

Mamma (Mz. Mammae) lat. für weibliche Brust

MIC

Definition:

minimal-invasive Chirurgie

MIC bezeichnet als Oberbegriff operative Eingriffe mit kleinsten Verletzungungen von Haut und Weichteilen.

Bei sehr vielen Operationen benutzen wir heute Techniken der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) ("Schlüssellochtechnologie" oder auch "Knopflochchirurgie"). Diese Verfahren minimieren den Schmerz nach der Operation, fördern eine schnellere Mobilisation und hinterlassen kleinere Narben.

Morbus Crohn

Definition:

Entzündliche Darmerkrankung

Der Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Es handelt sich um eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Verdauungstrakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann. Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm (terminales Ileum) und der Dickdarm (Colon), seltener die Speiseröhre (Ösophagus) und der Mund. Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, segmentale Befall (sog. skip lesions) der Darmschleimhaut, es können also gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind. Das Krankheitsbild wurde zweimal unabhängig voneinander beschrieben, 1904 vom polnischen Chirurgen Antoni Lekniowski (1867-1940) und 1932 vom US-amerikanischen Magen- und Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (1884-1983), nach dem die Krankheit benannt wurde. Andere Bezeichnungen für die Krankheit sind Enteritis regionalis Crohn, Ileitis terminalis, Enterocolitis regionalis und sklerosierende chronische Enteritis; übliche Abkürzungen sind MC und CD (Crohn's Disease).

MRT

Definition:

Magnetresonanztomographie

Die MRT gilt als die modernste Bildgebungsmethode in der medizinischen Diagnostik. Wir verwenden ein hochmodernes 1,5 Tesla-MRT der Firma General Electric Healthcare. Mit diesem Verfahren können Untersuchungen strahlenfrei von allen Körperregionen - insbesondere des Gehirns, der Wirbelsäule, der innere Organe inkl. Herz, Gelenke und Blutgefäße - durchgeführt werden.

Eine besondere Spezialität unserer Klinik ist die Funktionsuntersuchung des Herzmuskels sowie die Gefäßdarstellung im MRT gänzlich ohne Röntgenstrahlen. Durch diese Untersuchungen kann bei vielen Patienten auf eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen oder eine Katheteruntersuchung verzichtet werden.

Dieses faszinierende Untersuchungsverfahren benötigt allerdings ein starkes Magnetfeld, welches im Inneren einer "Röhre" erzeugt wird. Zudem gibt der Tomograph oft laute Klopfgeräusche von sich. Oft ist es zwar nicht nötig, Sie komplett in den Magneten zu fahren, sondern z.B. nur Ihr Knie. Sofern Sie trotz unserer Hilfe Bedenken vor der "Röhre" haben, so sollten Sie vor Beginn der Untersuchung das Personal darauf aufmerksam machen, damit frühzeitig ein Beruhigungsmittel verabreicht werden kann - falls von Ihnen gewünscht.

Wir haben für Ihre Sorgen und Ängste größtes Verständnis! Hier einige Untersuchungsbeispiele:

Magnetresonanzangiographie (MRA) der Abdominalgefäße:

Dreidimensionale Darstellung der Aorta und ihrer Äste. Befund einer Nierenagenesie rechts. Es ist hierfür kein Kathetereinsatz notwendig.

Spezielle MRT Darstellung der Gallenwege (MRCP):

Dreidimensionale Darstellung der Gallenwege bei einer Patientin mit Zysten im Pankreaskopf. Es ist hierfür keine Kontrastmittelgabe notwendig.

MRT des Herzens (FIESTA-Sequenz):

Vierkammerblick (linkes Bild) und Kurzachsenbild (rechts) eines Patienten mit Verdacht auf Myokarditis, die sich nicht bestätigte. Es ist hierfür kein Kathetereinsatz notwendig.

Magnetresonanzangiographie (MRA) der Abdominalgefäße:

Dreidimensionale Darstellung der Aorta und ihrer Äste. Befund einer Nierenagenesie rechts. Es ist hierfür kein Kathetereinsatz notwendig.

Muko

Definition:

Cystische Fibrose

Die Mukoviszidose (auch Cystische Fibrose) ist die häufigste erbliche Stoffwechselkrankheit in unseren Breiten. Als Folge eines Fehlers im "Bauplan" der Zellen werden körpereigene Sekrete eingedickt produziert. Es kommt zu Verklebungen, hauptsächlich von Lunge und Bauchspeicheldrüse, mit schrittweisem Verlust der Funktionstüchtigkeit dieser lebensnotwendigen Organe. Die Lebenserwartung dieser bereits im Kindesalter symptomatischen Erkrankung erstreckt sich trotz intensiver Forschung nicht über das 4. bis 5. Lebensjahrzehnt hinaus. Vor nicht allzu langer Zeit wurden sie noch vom Kinderarzt behandelt. In Deutschland leiden ca. 8.000 Patienten an dieser unheilbaren Erkrankung.

Multimodale Schmerztherapie

Definition:

Der Ansatz der Multimodalen Schmerztherapie geht von einer kombinierten Schmerz-Behandlung aus, die eine mindestens siebentägige interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen (z. B. Wirbelsäulenleiden, einschließlich Tumorschmerzen) unter Einbeziehung von mindestens zwei Fachdisziplinen, davon eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologische Disziplin, nach einem ärztlichen Behandlungsplan mit Behandlungsleitung umfasst. Unter dieser Bezeichnung gibt es verschiedene standardisierte Verfahren mit einer Dauer von bis zu fünf Wochen. Einige Programme setzen zusätzlich nach einer längeren Pause eine erneute, kurze Behandlung zur Auffrischung der Behandlungsinhalte ein.

Myom

Definition:

Myome sind die weitaus häufigsten Neubildungen bei der Frau. Sie entarten praktisch nie, wachsen hormonabhängig und treten in 2/3 der Fälle mehrfach an der Gebärmutter auf.

Man schätzt, dass über 40% aller Frauen Myome tragen. Frauen mit Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko, Myome zu entwickeln. Außerdem haben auch farbige Frauen öfter Myome.

Durch die hormonelle Dysbalance kurz vor den Wechseljahren bekommen Myome oft einen Wachstumsschub, der nicht als Zeichen der Bösartigkeit gewertet werden muss.

Myome haben dann einen Krankheitswert, wenn sie sich durch Blutungsstörungen oder Verdrängungserscheinungen wie Druck auf Blase oder Darm beziehungsweise Harnleiter und Beckenblutgefäße bemerkbar machen. Auch bei Rückenschmerzen oder bei schnellem Wachstum ist ein Handlungsbedarf gegeben.

Bisher wurde bei durch Myome verursachten Beschwerden sehr großzügig die Gebärmutterentfernung als einzige operative Maßnahme empfohlen und durchgeführt.

Da die Gebärmutterentfernung für jede Frau einen erheblichen Eingriff in ihre körperliche und seelisch-emotionale Befindlichkeit darstellt, sollten immer verschiedene Behandlungsmöglichkeiten abgewogen werden.

In vielen Fällen kann mit einem minimal invasiven Eingriff eine totale Gebärmutterentfernung vermieden werden.

Hierzu gehören:

  • operative Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) und Myomresektion (bei in der Gebärmutterhöhle oder an diese angrenzenden Myomen)
  • Laparoskopie (Bauchspiegelung) und Myomentfernung
  • Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie (LASH) - Entfernung des Gebärmutterkörpers per Bauchspiegelung bei Erhalt des Gebärmutterhalses
  • Myomembolisation (Verschluss der zum Myom führenden Blutgefäße mit Mikrokügelchen) (nur in spezialisierten Einrichtungen)
  • Fokussierter Ultraschall (FUS) Zerstörung des Myoms durch Erhitzung mittels fokussiertem Ultraschall (nur in spezialisierten Einrichtungen)

nicht invasive Beatmung

Definition:

Die nicht invasive Beatmung ist eine kurzzeitige Methode der maschienellen Unterstüzung bei der Atmung, z.B. durch Mund-und-Nasen-Masken, Nasenmasken, Gesichtsmasken, Oralmasken oder Helmen. Ziel ist es, die Muskulatur und die Atempumpe zu entlasten, insbesondere bei Luftnot im Ruhezustand.

Der Vorteil gegenüber der invasiven Beatmung ist, dass der Patient weiterhin sprechen und essen kann.

NovaSure

Definition:

Das NovaSure-Verfahren ist die modernste und effektivste Methode unter den Endometrium-Ablationsverfahren der zweiten Generation. Dabei wird ein sehr dünnes Goldnetz in der Gebärmutterhöhle platziert, wo es sich entfaltet und genau an deren Form anpasst. Durch ein Vakuum schmiegt sich die blutungsverursachende Schleimhaut (Endometrium) dicht an das Netz an. Dann
wird dieses Endometrium durch einen für jede Patientin ermittelten Energiefluss im Goldnetz verödet.
Das Netz wird nach dem maximal 90 Sekunden dauernden Vorgang wieder entfernt. Die Gebärmutterschleimhaut ist dadurch in einem einzigen Schritt gezielt und sicher behandelt worden. Eine hormonelle und/oder operative Vorbehandlung der Gebärmutter ist bei Einsatz der NovaSure®- Goldnetzelektrode nicht nötig.
Die Goldnetz-Therapie dauert etwa 90 Sekunden; die gesamte Behandlung etwa 20 Minuten. Viele Frauen können schon am nächsten Tag wieder ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.
Die Erfolgsrate dieser Methode liegt nach 12 Monaten bei 96%, nach 5 Jahren sogar bei 98%.

1. Nach einer leichten Erweiterung des Gebärmutterhalses wird ein dünner Katheter durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt.

2. Das Goldnetz wird dann im Uterus entfaltet. Es passt sich dabei exakt
sowohl in der Länge als auch in der Breite individuell der Gebärmutter der Patientin an. Durch ein sanftes Ansaugen des Gebärmuttergewebes legt sich die Gebärmutterschleimhaut eng an das Goldnetz an.

3. Nach erfolgter Ablation wird die Elektrode wieder in die Einführhülse
zurückgezogen und sicher aus dem Uterus entfernt.

4. Während der Ablation wird für ca. 90 Sekunden Hochfrequenzenergie durch die Goldnetz-Elektrode geleitet und somit das Endometrium verödet. Dabei wird kontinuierlich das abgestorbene Gewebe abgesaugt.

NovaSure® ist die modernste und effektivste Methode unter den Endometrium-Ablationsverfahren der zweiten Generation. Dabei wird ein sehr dünnes Goldnetz in der Gebärmutterhöhle platziert, wo es sich entfaltet und genau an deren Form anpasst. Durch ein Vakuum schmiegt sich die blutungsverursachende individuell ermittelten Energiefluss im Goldnetz verödet. Diese Verödung dauert mit der NovaSure-Goldnetzelektrode durchschnittlich nur 90 Sekunden, der gesamte Eingriff nur ca. 20 Minuten. Die NovaSure-Goldnetzelektrode wird nach dem Eingriff wieder vollständig aus der Gebärmutter entfernt.
Zudem entfällt bei der Goldnetz-Therapie die Notwendigkeit für eine hormonelle Vorbehandlung der Gebärmutter so dass das blutungsverursachende Endometrium in einem einzigen Schritt sicher und gezielt therapiert wird.
Eine Aufnahme normaler Tätigkeiten ist in der Regel bereits nach wenigen Tagen wieder möglich.
Im Ergebnis erzielt die NovaSure-Goldnetzelektrode nach 12 Monaten eine Erfolgsrate von 96% und nach 5 Jahren sogar von 98%.

Onkologie

Definition:

Wissenschaft, die sich mit Krebs beschätigt

Als Onkologie bezeichnet man die Wissenschaft, die sich mit Krebserkrankungen befasst. Im engeren Sinne ist die Onkologie der Zweig der inneren Medizin, der sich der Prävention, Diagnostik, konservativen Therapie und Nachsorge von malignen Erkrankungen widmet.

PEG-Anlage

Definition:

Die perkutane (= durch die Haut) endoskopische Gastrostomie (abgekürzt PEG) ist ein endoskopisch angelegter künstlicher Zugang von außen zum Magen. Im Gegensatz zur transnasalen Magensonde verläuft die PEG-Sonde auf dem Weg durch die Haut, die Bauchwand und die Magenwand.

perkutan

Definition:

durch die Haut

(lat. per 'durch' und cutis 'Haut'; sinngemäß 'durch die (gesunde) Haut hindurch') ist ein medizinisches Fachwort, welches auf den Weg durch oder über die Haut hinweist.

PH Metrie

Definition:

Zur Beurteilung der Konzentration der Magensäure und ihres Rückflusses in die Speiseröhre kann eine winzige Sonde über den Mund in die Speiseröhre platziert werden. Die gemessenen Säurewerte werden über 48 Stunden aufgezeichnet und per Funk, also ohne Kabel, an den außen befindlichen Empfänger gesendet. Während dieser Zeit kann sich der Patient ganz normal verhalten, d. h. wie gewohnt essen und trinken. Angewandt wird die pH-Metrie insbesondere bei Patienten mit Sodbrennen bei unauffälligem Endoskopie und sowie zur Überprüfung einer säurehemmenden Therapie.

Phlebographie/Angiographie

Definition:

An unserem modernen digitalen Durchleuchtungsgerät werden neben den klassischen Durchleuchtungen auch Darstellungen des venösen Gefäßsystems (Phlebograhie) und des arteriellen Gefäßsystems (Angiographie) durchgeführt. Bei der Gefäßdarstellung erfolgt die Kontrastgebung durch direkte Injektion eines Röntgenkontrastmittels in die venöse oder arterielleStrombahn, wobei eine Vene mit einer feinen Nadel direkt punktiert wird. Des Weiteren ermöglicht dieses Gerät auch Untersuchungen des Magen-/Darmtraktes.

PO1 Pimax

Definition:

Die Messung des PO1 Pimax Wertes dient zur Bestimmung der Kraft der Atemmuskulatur sowie der Belastung der Atemmuskulatur im Ruhezustand.

Polyp

Definition:

Gebärmutter-Polypen sind gutartige Veränderungen (Ausstülpungen) der Gebärmutter-Schleimhaut. Polypen können unterschiedlich geformt sein, beispielsweise plump oder gelappt, mit glatter oder unregelmäßiger Oberfläche, gestielt oder ungestielt. In etwa zehn Prozent aller operativ entfernten Gebärmütter findet man Polypen. Sie treten meist einzeln auf und verursachen in vielen Fällen keinerlei Beschwerden.

PTCD

Definition:

Die perkutane transhepatische Cholangiographie (PTC) ist ein interventionelles Verfahren, bei dem mit Hilfe einer dünnen Hohlnadel unter Durchleuchtungskontrolle perkutan (durch die Haut) durch Punktion der Leber Röntgenkontrastmittel in das Gallenwegsystem eingebracht wird. Zusätzlich ist es möglich über diesen Zugang eine Ableitung der Gallenflüssigkeit nach außen über eine Drainage herzustellen (perkutane transhepatische Cholangiodrainage, PTCD oder auch perkutane transhepatische Drainage, PTD), um einen Rückstau in den Gallenwegen zu beseitigen

rektal

Definition:

End- oder Mastdarm (Rektum) betreffend

In der Medizin begegnet einem der Begriff in Ausdrücken wie "Rektaltemperatur" (Messung des Körpertemperatur im Rektum) oder bei der "rektalen Gabe" von Medikamenten, z. B. als Suppositorium (Zäpfchen).

Rektoskopie

Definition:

Eine Rektoskopie, auch Mastdarmspiegelung, ist eine Methode zur Untersuchung des Enddarmes sowie der der letzten Zentimeter des Afters. Es ist eine sehr schnelle und unkomplizierte Methode, bei der ein starres Rektoskop von ca. 20 bis 30 cm Länge und einem Durchmesser von etwa 2 cm, verwendet wird. 

Ziel ist die Diagnostik von  Entzündungen, Engstellen, Divertikel, Hämorrhoiden und Polypen.

Röntgen

Definition:

Die Radiologische Klinik verfügt über zwei volldigitale Röntgenarbeitsplätze modernster Bauart. Das digitale Röntgen unterscheidet sich vom herkömmlichen Röntgen durch Verwendung von Detektoren und Speichermedien, die zu einer deutlichen Reduktion der Strahlenbelastung führen.

Alle Körperbereiche wie z.B. Lunge, Knochen, Verdauungstrakt etc. können in wenigen Sekunden aussagekräftig und detailgetreu abgebildet werden.

Röntgen der rechten Hand in 2 Ebenen:

Knochenbruch der Basis des ersten Mittelhandknochens (sog. Bennett-Fraktur).

Röntgen des Thorax in 2 Ebenen:

Nachweis einer Lungenentzündung (Pneumonie) im linken Lungenunterlappen.

Sauerstofflangzeittherapie

Definition:

Als Sauerstofflangzeittherapie, kurz LOT oder LTOT wird die langfristige und tägliche Zufuhr von Sauerstoff bezeichnet, insbesondere bei Erkrankungen, bei denen im arteriellen Blut ein schwerer chronischer Sauerstoffmangel (Hypoxämie) besteht. Diese Anwendung kann die Überlebensdauer und die Lebensqualität des Patienten deutlich erhöhen bzw. verbessern.

Der Sauerstoff wird über eine Nasenbrille (eine nicht abgedichtete Nasensonde aus Kunststoff) zugeführt, wobei die Menge des Sauerstoffes in Liter individuell ermittelt wird.

Schluckendoskopie

Definition:

Schluckendoskopie (FEES= fiberendoskopische Evaluation des Schluckaktes)

Bei einer Schluckendoskopie wird ein sehr dünnes schlauchartiges Instrument
(das Endoskop) durch die Nase bis oberhalb des Kehlkopfes eingeführt.
Der Patient bekommt Nahrung verschiedener Konsistenzen (flüssig, breiig, fest) zu schlucken. Eine Videoaufnahme ermöglicht anschließend eine detaillierte Analyse des Schluckverlaufs und der daran beteiligten Strukturen. 

Skoliose

Definition:

Unter einer Skoliose (altgriechisch skolios „krumm“) versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper (Verschieben der Deck- und Grundplatten gegeneinander) - begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper. Dies kann nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten (S-Form).

Als eine Kyphose (griech., wörtlich „Buckelung“  kýphos, „Buckel“) wird in der Fachsprache beim Menschen eine nach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule bezeichnet. Natürlicherweise kommt Kyphose im Brustbereich (Brustkyphose) vor und am Ende der Wirbelsäule noch als eine kleine Kyphose, die sogenannte Sakralkyphose. Erst bei einer krankhaften Verstärkung der Kyphose, in diesem Fall jene der Brustwirbelsäule, spricht man von einem Rundrücken, einer Hyperkyphose, einem Buckel oder lateinisch einem Gibbus.

Sonographie

Definition:

Sonografie (Sonographie), auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin.

Spiroergometrie

Definition:

Spiroergometrie beziehungsweise Ergospirometrie oder Ergospirographie (aus lat. spirare: atmen) ist ein diagnostisches Verfahren bei dem durch Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung die Reaktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel sowie die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit qualitativ und quantitativ untersucht wird.

Spirometrie

Definition:

Die Spirometrie, auch Spirographie, ist das in der Pneumologie am häufigsten verwendete, medizinische Verfahren zur Messung und Aufzeichnung des Lungen- bzw. Atemvolumens und der Luftflussgeschwindigkeiten zur Beurteilung der Lungenfunktion. Dabei können das gesamte Lungenvolumen und einzelne Teile, sowie seine Änderungen im Laufe des Atemzyklus bestimmt werden.

Unterschieden wird die Spirometrie in Ruhe- und Ergo-Spirometrie. Die Person atmet durch din Mundstück-Schlauch-System in das Spirometer ein und aus.

Spondylitis

Definition:

(latinisiertes Griechisch: Spondylitis „Wirbelentzündung“)

Bei der Spondylitis handelt es sich um eine Entzündung der Wirbelkörper, die unterschiedliche Ursachen – infektiös oder aseptisch – hat. Wenn sie auch auf die Bandscheiben übergreift, wird das als Spondylodiszitis bezeichnet. Auf dem Blutweg fortgeleitete bakterielle Infektionen können sich auch in Wirbelkörpern absiedeln. Bei der Spondylitis ankylosans handelt es sich dagegen um eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, bei der das Achsenskelett, die Gelenke der Gliedmaßen und die Sehnenansätze betroffen sein können.

Spondylodese

Definition:

(Wirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von zwei oder mehr Wirbelkörpern an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.

Die Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der Wirbelsäule, wie sie z. B. bei instabilen Brüchen (Fraktur) oder beim Wirbelgleiten (Spondylolisthese) auf Grund einer Spaltbildung im Wirbelbogen vorliegt.

Spondylolisthesis

Definition:

Eine Spondylolisthesis, umgangssprachlich ein Wirbelgleiten oder eingedeutscht eine Spondylolisthese genannt, ist eine Instabilität der Wirbelsäule, bei der das obere Teilstück der Wirbelsäule mit dem Gleitwirbel über den darunter liegenden Wirbelkörper ventral (nach vorn) gleitet (Ventrolisthesis oder Anterolisthesis). Im umgekehrten Fall spricht man von einer Retrolisthesis.

Stentimplantation

Definition:

Ein Stent ist eine medizinische Gitternetzröhre aus Kunststoff oder Metall. Stents dienen dazu, verengte Blutgefäße oder andere Körpergänge wie Speiseröhre oder Gallenwege offen zu halten. So kann in der Herzchirurgie eine Engstelle (Stenose) per Ballondilatation geweitet werden, die Implantierung eines Stents an dieser Stelle verhindert eine erneute Verengung. Zu Verengungen kann es auch aufgrund von Geschwüren kommen, die etwa auf die Luftröhre drücken. Stents werden zusammengefaltet mit einem Katheter an ihre Einsatzstelle gebracht. Die genaue Positionierung wird unter Röntgenkontrolle vorgenommen.

TLH

Definition:

Es stehen heute verschiedene Operationstechniken zur vollständigen oder teilweisen Entfernung einer Gebärmutter zur Verfügung:

laparoskopische Hysterektomie (TLH – totale laparoskopische Hysterektomie)

  • durch die Scheide (vaginale Hysterektomie)
  • kombiniert laparoskopisch und durch die Scheide (LAVH – laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie, vaginal assistierte laparoskopische Hysterektomie)
  • laparoskopische Entfernung des Gebärmutterkörpers (LASH – laparoskopische suprazervikale Hysterektomie)
  • mittels Bauchschnitt (Laparotomie)
  • mit Erhalt des Gebärmutterhalses (subtotale – auch suprazervikale – abdominale Hysterektomie)
  • mittels Bauchschnitt ohne Erhalt des Gebärmutterhalses (totale abdominale Hysterektomie)

Bei einer vaginalen Entfernung wird der Gebärmutterhals mit entfernt. Bei laparoskopischen und abdominalen Methoden kann dieser erhalten bleiben. Die gleichzeitige Mitentfernung der Eierstöcke und Eileiter (Adnexe) ist bei laparoskopischem und abdominalem Zugang immer möglich, sollte jedoch nur bei entsprechender Indikation erfolgen. Bei der rein vaginalen Hysterektomie ist eine Entfernung der Adnexe prinzipiell ebenfalls möglich, jedoch zuweilen schwieriger bzw. in Einzelfällen auch nicht durchführbar. Ist die Entfernung notwendig, wird daher meist ein anderer Zugangsweg gewählt.

transthorakale

Definition:

durch den Brustkorb hindurch

 

 

Varizenligatur

Definition:

Gummibandligatur

Die Gummibandligatur stellt eine Behandlungsmethode bei Blutungen von erweiterten Venen (Krampfadern, Ösophagusvarizen) der Speiseröhre (Ösophagus) dar. Sie ist eine Alternative zu Varizenverödung.

ventrale

Definition:

(lat. venter = Bauch) bauchseits, am Bauch gelegen

Vertebroplastie

Definition:

Die perkutane Vertebroplastie (PV) ist ein so genanntes minimal-invasives medizinisches Verfahren zur Behandlung von Wirbelkörperfrakturen. Das Verfahren ist zur Behandlung osteoporotischer Brüche der Wirbelsäule etabliert. Sie ist der Vorreiter der Kyphoplastie.

Die Kyphoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen. Heute gibt es das Verfahren in zwei Ausprägungen; substanzzerstörende (bspw. Ballon-Kyphoplastie) und substanzerhaltende (bspw. Radiofrequenz-Kyphoplastie) Techniken.

Videofluoroskopie

Definition:

Videofluoroskopie

Bei einer Videofluoroskopie wird der Patient beim Schlucken geröngt. Es werden meist verschiedene Konsistenzen (flüssig, breiig, fest) getestet. Die Nahrung wird mit Kontrastmittel versehen. Eine Videoaufnahme ermöglicht eine genaue Analyse des Schluckablaufes und der daran beteiligten Strukturen. Ein Radiologe führt die Untersuchung zusammen mit einer Logopädin durch.

Videokapselendoskopie

Definition:

Zur Beurteilung des Dünndarms setzen wir eine so genannte Videokapsel ein. Die Kapsel, ausgestattet mit einem kleinen Fenster und Lichtquelle, sendet die Bilddaten zu einem Datenrekorder. Durch verschiedene Antennen am Körper, die der Patient während der Untersuchung trägt, kann die Kapsel geortet werden. Am PC können die Bilddaten ausgewertet werden. Die Kapsel wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden.

Viszeral

Definition:

(lat. Eingeweide)

Die Viszeralchirurgie ist ein Fachgebiet der Chirurgie, welches sich mit der Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane d.h. Speiseröhre, Magen, Dünn-, Dick-, und Enddarm sowie Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse (Pankreas) befasst. Darüberhinaus haben wir als überregional bedutsame Spezialbereiche die Schildrüsenchirurgie (endokrine Chirurgie) und die Chirurgie aller Arten von Eingeweidebrüchen (Hernien).

Zenker Divertikulotomie

Definition:

Hierbei handelt sich um die Behandlung eines sogenannten Zenker Divertikels.

Ein Zenker Divertikel, ein Divertikel in der Speiseröhre, kommt insgesamt selten vor. Es sind vor allem Männer jenseits der 60 betroffen.

Als Divertikel bezeichnet man in der Medizin eine bläschen-, birnen- oder sackförmige Ausstülpung der Wände von Hohlorganen. Divertikel treten vorgeburtlich als normale Entwicklungsstufe von verschiedenen Organen auf. Nach der Geburt sind Divertikel Abweichungen vom Normalzustand des Körpers. Ein Behandlungsbedarf besteht zumeist jedoch nur bei Beschwerden. Sie entstehen durch Druck oder Zug. Das Zenker Divertikel ist ein Pulsationsdivertikel, d.h. es entsteht durch Druck.

Mittels dem Divertikulotomie Verfahren, meist endoskopisch, kann das Divertikel, also die Aussackung, entfernt werden.

Ärztlicher Notdienst

Außerhalb der üblichen ärztlichen Sprechzeiten übernehmen die unten aufgeführten Stellen die Betreuung dringender Fälle.

Für erste Fragen, bei Unklarheiten bzgl. der Transportfähigkeit des Patienten, oder wenn in jedem Fall ein Hausbesuch erforderlich ist, wenden Sie sich bitte an die Zentrale des Kassenärztlichen Notdienstes.

Arztrufzentrale
T +49 (0)180 / 50 44 100

Zentrale Notdienstpraxis Luisenhospital

Boxgraben 99
52064 Aachen
T +49 (0) 241 / 414 -2100

 

 

Ösophagus Manometrie

Definition:

Als Ösophagusdruckmessung oder Ösophagusmanometrie wird die Bestimmung des Drucks (Manometrie) in der Speiseröhre (Ösophagus) mittels eines Katheters bezeichnet. Sie dient der Diagnostik von Motilitätsstörungen bei Ösophaguserkrankungen wie der Achalasie, dem diffusen Ösophagusspasmus, dem Nussknackerösophagus oder einer Ösophagusmitbeteiligung im Rahmen von Kollagenosen und diabetischer Polyneuropathie.