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ERCP

Definition:

Bei einer ERCP (endoskopisch retrograden Cholangio-Pankreatikografie) untersucht der Arzt die Gallengänge und die Gallenblase sowie den Ausscheidungsgang der Bauchspeicheldrüse mit einem Kontrastmittel und stellt sie unter Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen dar. Das Verfahren dient der Diagnose und Therapie eines Gallestaus (Cholestase) durch Gallensteine oder Engstellen im Bereich der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge sowie Tumore.

Im Rahmen einer ERCP kann die EPT (Endoskopisch ausgeführte Papillotomie ; lat. Papilla = Knospe, Warze, Bläschen; griech tome = Schnitt) angewendet werden. Hiermit versucht man Gallensteinen den Abgang über den Hauptgallengang (Ductus hepatocholedochus) und seine größte Engstelle die Vatersche Papille (Papilla vateri) zu ermöglichen oder bei narbigen Veränderungen der Papille den Abfluss der Galle zu gewährleisten. Auch seltene angeborene Fehlbildungen im Gallengangs-Mündungsbereich (Choledochocelen, Innere Duodenaldivertikel) können mit einem Papillotom endoskopisch gespalten werden.

Bei dem Verfahren wird mit Hilfe eines Papillotoms, einem elektrischen Messer, das durch den Instrumentierkanal des Endoskops vorgeführt wird, der Schließmuskel der Vater-Papille (Musculus sphincter Oddi) durchtrennt.

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