Das Luisenhospital im Wandel

Meldung  |  21.06.2018

Luisenhospital erweitert Zentral-OP um zwei weitere Säle und setzt auf innovativen Hybrid-OP

Schnellere Diagnosen, exaktere Eingriffe und weniger Strahlenbelastung — das Aachener Luisenhospital wird als erste Klinik in der Region eine roboterarm-gesteuerte Angiographieanlage für die Patientenversorgung einsetzen. Mit innovativen Technologie können vor, während und direkt nach einem Eingriff exakte Bilder von Körper und Gefäßen der Patienten gemacht werden. Dabei werden hoch auflösende 3D-Darstellungen zum Beispiel von Verengungen in kleinsten Blutgefäßen geliefert. Dank des Roboterarms kann die Anlage flexibel um den Patienten positioniert werden., so dass innere Organe leichter und von allen Seiten betrachtet werden können — ohne die behandelnden Ärzten zu behindern. „Mit dieser Investition in die Zukunft werden wir die Diagnostik schon während einer laufenden OP für unsere Patienten ermöglichen. Dieses gilt insbesondere bei Gefäßerkrankungen“, freut sich der Chefarzt der Gefäßchirurgie, Dr. Ulrich Radtke. „Die präzisen Darstellungsmöglichkeiten bieten eine erhöhte zusätzliche Sicherheit für die behandelnden Ärzte und damit auch für den Patienten während des Eingriffs“, fügt der stellvertretende ärztliche Direktor und Chefarzt der Radiologie, Prof. Dr. Axel Scherer, hinzu. Besonders hervorzuheben sei, so Scherer, die deutlich geringer Strahlendosis der neuen Anlage. Insbesondere das Ärzteteam der Klinik für Gefäßchirurgie wird das robotergesteuerte Angiographiesystem einsetzen. „Das System bietet während des Eingriffs eine Bilddarstellung ähnlich der hochauflösenden Computertomografie. Die Erkennbarkeit kleinerer Gefäße ist um bis zu 70 Prozent höher als bei herkömmlichen Röntgengeräten. Und wir können bildgestützte minimal-invasive Eingriffe vornehmen, auch in Körperregionen, die bislang nur schwer zugänglich waren“, beschreibt Dr. Radtke, die Vorzüge der neuen Robotertechnik. Möglich wird der Einsatz der neuen Anlage durch die deutliche Erweiterung des Zentral-OPs und dem Ausbau des Aufwachraums. „Bei der Aachener Bevölkerung hat das Luisenhospital einen sehr guten Ruf, welcher sich in stetig steigenden Patientenzahlen widerspiegelt. Um dem zum Wohle der Patienten gerecht zu werden, haben wir umfangreiche Baumaßnahmen beschlossen, die derzeit umgesetzt werden“, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Peters. „Für den Einsatz der neuen Anlage bauen wir gerade einen Hybrid-OP. Hinzu kommt ein weiterer Operationssaal, so dass wir insgesamt unsere OP-Kapazitäten erheblich erweitern.“ Im Zuge dessen wird der Aufwachraum um weitere 14 Betten aufstocken und mit hochmodernen Überwachungssystemen ausgestattet. Auch die Radiologie selbst wird vergrößert und modernisiert. „Mit unserem neuen Magnetresonanztomographen — kurz MRT — leisten wir einen erheblichen Beitrag zu mehr Komfort“, betont Prof. Scherer. Der neue MRT ist wesentlich schneller und vor allem leiser. „Manche Untersuchungen sind sogar nahezu geräuschlos. Wer schon einmal eine MRT-Untersuchung hatte, wird das zu schätzen wissen. Zudem ist die Öffnung wesentlich größer, so dass das bedrückende Gefühl der Enge reduziert wird.“ Auch energetisch ist der neue MRT ein Gewinn, so verbraucht dieser bis zu 30 Prozent weniger Energie als der bisherige. Scherer: „Neben unserem modernen CT steht uns nun ein MRT der neuesten Generation zur Verfügung. Und bald dann auch im Hyprid-OP die roboterarm-gestützte Angiographieanlage. Damit werden wir unserem Anspruch, unseren Patienten immer den Zugang zum medizinischen Fortschritt anzubieten zu können, gerecht.“ Zu den hohen Investitionen in neue Operationssäle und Bildgebende Verfahren kommen weitere in die energetische Versorgung hinzu. „Mit unseren Investitionen von rund acht Millionen Euro erhält das Luisenhospital ein neues Gesicht zum Wohle unserer Patienten und unserer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir werden damit dem Wandel in Medizin und Pflege gerecht. Stillstand kennen wir nicht“, so das Fazit des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Peters.