Profil

Zentrum für Rekonstruktive Chirurgie weiblicher Geschlechtsmerkmale

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Dan mon O'Dey ist Deutscher Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Europäischer Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (FEBOPRAS) sowie Dozent und Fakultätsmitglied an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Als nationales Mitglied der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen), internationales Mitglied der ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgeons) und Fellow of the European Board of Plastic Reconstructive and Aesthetic Surgery, steht Herr PD Dr. O'Dey, im Rahmen aller professionellen Facetten des Faches, für Empathie, fachliche Kompetenz und modernste, qualitativ hochwertige Medizin. Im Rahmen seiner besonderen Expertise zur ästhetisch-rekonstruktiven Chirurgie kreierte er neue Operationstechniken und entwickelte dadurch eine Spezialisierung auf den Gebieten der Vulva- und Brustchirurgie, welche er neben dem gesamten Spektrum der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, sowie Handchirurgie in herausragender Weise vertritt. Bis zur Gründung des Zentrums für Rekonstruktive Chirurgie weiblicher Geschlechtsmerkmale am Luisenhospital Aachen am 01.02.2014, welches er auch im Rahmen seiner Chefarztnachfolge der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Luisenhospital Aachen weiterführt, war er leitender Oberarzt und Vertreter des Klinikdirektors an der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie am Universitätsklinikum Aachen. Nicht zuletzt aufgrund der operativen Expertise von Herrn PD Dr. O'Dey ragt das Zentrum für Rekonstruktive Chirurgie weiblicher Geschlechtsmerkmale bundesweit heraus.

Als hochspezialisierte Einrichtung verbinden wir innovative Spitzenmedizin mit Empathie. Wir fügen Patientenversorgung und Lehre zu einer Einheit zusammen und ermöglichen dabei einen intensiven, interdisziplinären Austausch, der die Basis für eine allumfassende, professionelle und effektive klinische Versorgung bietet. Unser Leitbild beinhaltet Form und Funktion, welche wir geben und gleichsam erhalten.

Spezielle Kompetenzen

Der menschliche Körper besteht aus einem Verbund hochkomplexer Organsysteme und Gewebe. Die Gefäßanatomie, also die Durchblutung des Gewebes, ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung für die Gewebevitalität und die Integrität der Gewebe und Organe. In der Plastischen Chirurgie stützen sich Gewebeverpflanzungen und Gewebeverlagerungen auf gefäßgestielte Lappenplastiken (Lappenplastik = durchblutetes Gewebeareal welches zur Rekonstruktion eines Gewebedefektes transplantiert oder Verlagert wird) definierter Angiosome (Angiosom = durchblutetes Hautareal mit umschriebenen Grenzen). Die Gefäßanatomie stellt den Forschungsschwerpunkt (Angiosomforschung) von Herrn Priv.-Doz. Dr. med. D. m. O’Dey dar, und ist Basis für die Entwicklung seiner innovativen Operationsverfahren.

Die äußeren weiblichen Geschlechtsmerkmale (Brust/Mamma, Genital/Vulva) sind wichtige, identitätsprägende Körperregionen und häufige Zielregionen operativer Eingriffe. Die Indikationen für solche Eingriffe sind vielfältig und finden sich aus ästhetischer, rekonstruktiver und onkoplastischer Sicht. Ziel ist es dabei immer, unter Berücksichtigung der jeweiligen Individualität,  die merkmalbezogene Normalität herbeizuführen oder wiederherzustellen.

Im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns steht dabei immer der Mensch, seine Würde und Individualität.

Unsere Leistungen

Im Folgenden zeigen wir Ihnen unser vielfältiges Leistungsspektrum.
Wenn Sie Fragen zu unseren Leistungen haben, scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen.
Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Allgemeines

Die Rekonstruktive Chirurgie von Mamma und Vulva umfasst komplexe, hochspezialisierte operative Verfahren. Im Rahmen der Rekonstruktiven Vulvachirurgie werden die von PD Dr. O'Dey entwickelte aOAP-Lappenplastik (anterior Obturator Artery Perforater flap) und die OD-Lappenplastik (Omega-Domed flap) angewendet. Mittels der aOAP-Lappenplastik lässt sich die gesamte Vulva als ästhetische Einheit wiederherstellen. Diese innovative Technik ist weltweit das einzige Verfahren, welches eine anatomisch gerechte Rekonstruktion der Vulva gewährleistet. Ein feines Detail im Rahmen der Vulvarekonstruktion ist die Wiederherstellung der Klitorisregion mittels OD-Lappenplastik. Im Rahmen der Rekonstruktiven Mammachirurgie werden die neuesten Lappenplastiken und Kombinationsverfahren angewandt um in enger Zusammenarbeit mit der Frauenklinik und dem Brustzentrum so eine allumfassende Behandlung von Tumorpatientinnen nach aktuellen Standards zu gewährleisten. Vorteile ergeben sich aus der unmittelbaren klinischen Vernetzung, der individuellen und persönlichen Betreuung und nicht zuletzt aus dem komplexen Therapieangebot, welches je nach Indikation insbesondere Eigengewebsverpflanzungen berücksichtigt. Eine ästhetische Form spielt gerade auch bei der Mammaplastik eine große und wichtige Rolle. Spezielle Lappenplastiken wie der von PD Dr. O'Dey entwickelte bi-vektorielle Mamillen-Areola-Komplex können dabei ästhetische Details wie ein volles Dekolleté operativ abbilden und den Patientinnen so ein jugendliches Aussehen zurückgeben.

Rekonstruktive Vulvachirurgie / Vulvaerkrankungen

Rekonstruktive Vulvachirurgie Vulvaerkrankungen

Vulvaerkrankungen (neoplastische und nicht-neoplastische Veränderungen) sind keine Seltenheit und kommen in allen Altersgruppen vor. Zu den neoplastischen Veränderungen zählen z.B. die vulväre intraepitheliale Neoplasie (VIN), der M. Paget, das Melanom, Condylome. Zu den nicht-neoplastischen gehören z.B. Formen des Lichen (z.B. Lichen sclerosus, Lichen atrophicus, erosiver Lichen ruber planus, Pemphigus, oder therapierefraktäre Zysten), aber auch Infektionen wie etwa eine nekrotisierende Fasziitis. Ferner angeborene Fehlbildungen wie Hymenanomalien Labiensynechien oder Gefäßwucherungen. Die dabei notwendig werdenden chirurgischen Maßnahmen führen häufig zu ausgedehnten Defekten, welche bis hin zur kompletten Vulvaentfernung (Vulvektomie) reichen können. Zur Kreation und/oder Wiederherstellung einer normalen Vulvaform und Vulvafunktion sind eingehende anatomische Kenntnisse und eine spezialisierte, operative Expertise notwendig. Darauf basierend ist es in der Regel möglich operativ einen für das Auge normalen Eindruck mit ungestörter Funktion der Vulva zu schaffen.

Vulvaverletzungen / Rituelle Beschneidungen (FGM)

Vulvaverletzungen Rituelle Beschneidungen (FGM)

Betroffene der weiblichen Genitalbeschneidung (FGM = Female Genital Mutilation) leiden unter der reduzierten und beschädigten genitalen Form, der gestörten, klitoralen Empfindungskapazität, sowie unter gravierenden, empfindungsübergreifenden Funktionsstörungen. Letztere können sich z.B. durch vulvovaginale Verengungen und Fisteln zeigen. Alle diese Faktoren beeinträchtigen die Sexualität, das Körperbild, die Körperfunktion und damit das psychophysische Gleichgewicht der betroffenen Frauen. Die Rekonstruktion nach FGM beinhaltet die Normalisierung von Form und Funktion der Vulva unter Wiederherstellung der Klitorisregion, der Labienregion (Schamlippenregion) und des Scheideneingangs (Introitus) einschließlich der Sanierung von Fisteln. Hierfür wird insbesondere körpereigenes Gewebe verwendet.

Rekonstruktive Mammachirurgie

Rekonstruktive Mammachirurgie

Aufgrund der großen Vielfalt an Brustdeformitäten und der bestehenden brusttypischen Gewebedynamik werden im Rahmen der Rekonstruktiven Mammachirurgie im Zentrum Techniken genutzt, welche den individuellen Gegebenheiten, den Erwartungen und den Ansprüchen der Patientinnen gerecht werden. 

Gewebeauthentische, langfristig stabile, autologe Rekonstruktionsverfahren (Eigengewebe) stehen dabei im Vordergrund. Insbesondere nach Verlust einer Brust oder im Rahmen angeborener Fehlbildungen wie dem Poland Syndrom trägt nur eine solch anatomisch adäquate Wiederherstellung des Brustorgans zur Stabilisierung der körperlichen Integrität bei. In enger Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum/Tumorzentrum Aachen und der Klinik für Frauenheilkunde des Luisenhospitals Aachen erfolgt eine ganzheitliche Betreuung und Versorgung der Patientinnen von der Diagnosestellung bis zur Nachsorge.

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