Bauchspeicheldrüse (Pankreaschirurgie)

Bauchspeicheldrüse (Pankreaschirurgie)



Die Bauchspeicheldrüse ist ein extrem versteckt an der Hinterwand des oberen Bauchraumes liegendes Verdauungsorgan. Es grenzt an Magen, Leber, Dickdarm und verschiedene große Blutgefäße an und hat besonders engen Kontakt zum Zwölffingerdarm (Duodenum). Zudem verläuft der untere Gallengang durch die Bauchspeicheldrüse und mündet zusammen mit dem Ausführungsgang des Pankreas in den Zwölffingerdarm. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, die eine Operation erfordern, sind relativ selten. Nach heftigen Entzündungen des Pankreas (meist durch Gallensteine oder Alkohol ausgelöst) können sich Zysten bilden, die der Chirurg unter Umständen entfernen muss. Schmerzen infolge einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung können ebenfalls ein Grund sein, einen Teil des Organs chirurgisch zu entfernen.

Die gefährlichste Erkrankung der Pankreas ist allerdings der bösartige Tumor. Die einzige Chance auf Heilung ist die operative Entfernung. Einziges Warnzeichen für den Tumor ist oft eine Ikterus (Gelbsucht), meist kombiniert mit Entfärbung des Stuhls und Dunkelfärbung des Urins. Bei Vorliegen dieser Symptome ist bis zum Beweis des Gegenteils immer von einem bösartigen Pankreastumor auszugehen, der nur durch eine Operation definitiv abgeklärt und ggf. geheilt werden kann! Lediglich eine Spiegelung und ein CT sind vorher noch sinnvoll.

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