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20. Juni 2024
NEWS

Gesundheitskiosk Aachen zu Gast im Luisenhospital

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Gesundheitskioske sind eine niedrigschwellige zentrale Anlaufstelle, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft mehrsprachig zu Gesundheitsfragen beraten. Sie nehmen u.a. eine Lotsenfunktion für Menschen ein, die im deutschen Gesundheitssystem wenig Orientierung haben.

 

In einem neuen Entwurf des "Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes" hat das Bundesgesundheitsministerium die Gesundheitskioske vollständig entfernt. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen von Minister Lauterbach werden die Gesundheitskioske somit voraussichtlich nicht in die Regelversorgung überführt, und die Krankenkassen müssen weiterhin keine Kosten dafür übernehmen. Bisher existieren solche Kioske lediglich als Pilotprojekte.

 

Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass der Gesundheitskiosk der Städteregion Aachen erhalten bleibt. Angesiedelt beim gemeinnützigen Trägergesellschaft „SPRUNGbrett“ sind die wichtigsten Kooperationspartner für den Kiosk die AOK Rheinland/Hamburg und die Städteregion Aachen; beide werden das bestehende Angebot weiter aufrechterhalten.

 

In der vergangenen Woche besuchten Andrea Klebingat, Leiterin des Gesundheitskiosks Aachen, und Tomasz Grzelak, Koordinator für Netzwerk, Prävention und Gesundheitsförderung, das Luisenhospital und stellten das Konzept des Gesundheitskiosks vor. Ein zentrales Ziel ist die Verknüpfung von Sozial- und Gesundheitswesen. Im Gesundheitskiosk StädteRegion Aachen arbeiten insgesamt 7 Gesundheitsberaterinnen, welche alle über eine medizinische Ausbildung, langjährige Berufserfahrung sowie teils Zusatzqualifikationen verfügen. Darüber hinaus stehen sie im Rahmen der Lotsenfunktion in engem Austausch mit lokalen sozialräumlichen Akteurinnen und Akteuren, um Ratsuchende in individuell passende städteregionale Beratungsangebote zu vermitteln. Seit der Eröffnung im April 2022 gab es etwa 3.000 Erst- und Folgeberatungen. Schwerpunktthemen sind unter anderem das Verständnis medizinischer Dokumente sowie die Suche nach geeigneten Haus- und Fachärzten.

 

Pflegedirektor Oliver Wittig sowie Dorothee Koenen, Geschäftsführerin EZIA, freuen sich auf die weitere zukünftige Zusammenarbeit.