Geriatrische Klinik

Sprechen Sie uns an

Frau Gabriela Rau

Sekretariat Geriatrische KlinikT +49 (0) 241 / 414 - 2560F +49 (0) 241 / 414 - 2232

Einbindung der Angehörigen

Warum?

Für einen möglichst positiven Verlauf der Rehabilitation ist die Einbeziehung von Angehörigen oder engen Freunden von großer Bedeutung. Einerseits kann das Rehabilitationsteam dadurch Informationen beziehen, die für den Umgang mit dem Patienten und auch die Zielbestimmung innerhalb der Behandlungen sehr wichtig sind.
Andererseits können und sollen Angehörige durch das Rehabilitationsteam über die Erkrankung und deren individuelle Auswirkungen informiert und im alltäglichen Umgang geschult werden. Wir bitten Sie deshalb um eine möglichst frühe Kontaktaufnahme zu unserem Team. Dies kann entweder telefonisch oder direkt durch Teilnahme an den Therapien geschehen.

Wir sind bemüht, Angehörige umfassend über die Erkrankung des Patienten und die Auswirkungen dieser Erkrankung auf den häuslichen Alltag zu informieren und zu beraten. Medizinische Informationen erhalten Sie in regelmäßigen Arztgesprächen. Gerade zu Beginn der Behandlung ist die Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Stationsarzt dringend notwendig, auch um uns über eventuelle Besonderheiten oder Zielsetzungen der Rehabilitation zu informieren.

Der Sozialdienst informiert und unterstützt Sie bei der Planung und der Organisation passender Hilfen im nachstationären Bereich. Sie können sich zu sozialrechtlichen Themen beraten lassen, Hilfe bei eventuellen Antragsstellungen beziehen und sich bei der Vermittlung an externe Institutionen oder Selbsthilfegruppen unterstützen lassen. Bei der Aufnahme in unserem Haus erhalten Sie eine Informationsbroschüre, in der alle Kontaktdaten vermerkt sind.

Die Therapeuten und das Pflegepersonal informieren Sie über den alltäglichen Umgang mit dem Patienten und über Förderungsmöglichkeiten im alltäglichen häuslichen Umfeld. Ebenso informieren wir Sie über eine mögliche Hilfsmittelversorgung und leiten diese gegebenenfalls in die Wege.

Der Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege kann zur weiteren Stabilisierung dienen. Er kann auch Zeiten überbrücken, die für Umbauten der bestehenden Wohnung, zur Organisation privater Unterstützung oder zur Suche eines neuen Wohnumfeldes notwendig sind, z.B. für eine altengerechte Wohnung oder betreutes Wohnen.

Voraussetzung ist eine bestehende Pflegestufe, die eine finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse sicherstellt. Ein finanzieller Eigenanteil ist dennoch zu leisten.

Angehörige sind – nach Absprache mit dem Patienten – grundsätzlich bei allen Therapien willkommen. In Einzelfällen ist es jedoch notwendig, für den Patienten ein ruhiges und ablenkungsarmes Arbeitsfeld zu schaffen. In diesen Fällen ist auch für Angehörige eine Teilnahme an den Therapien nicht möglich.

Freunde und Bekannte werden gebeten, ihre Besuche in die Zeit zwischen 16:00 Uhr und 21:00 Uhr zu legen, da in diesem Zeitraum kaum Therapien stattfinden.

Um eine erfolgreiche Rückkehr in das häusliche Umfeld zu ermöglichen, ist häufig eine Versorgung mit verschiedenen Hilfsmitteln notwendig. Um die Versorgung mit häuslichen Hilfsmitteln (z.B. Toilettensitzerhöhungen, Greifzangen oder Duschhocker) kümmern sich in der Regel die behandelnden Ergotherapeuten.

In beiden Fällen ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den Therapeuten notwendig, um in einem Beratungsgespräch den individuellen Hilfsmittelbedarf zu klären.

Angehörige und Bekannte sind – nach Absprache mit dem Patienten – grundsätzlich bei allen Therapien willkommen! Darüber hinaus besteht das Angebot und auch die Notwendigkeit, bei einer häuslichen Weiterversorgung das "Handling" des Patienten unter therapeutischer Anleitung zu üben. Dies beinhaltet die richtige Lagerung im Bett oder im Rollstuhl, das Umsetzen aus dem Bett in den Rollstuhl und die umgekehrte Verlagerung. Angehörige erhalten nicht nur Informationen zu eventuellen Sprech- und Schluckproblemen des Patienten, sondern erhalten auch Ratschläge für den alltäglichen Umgang. Auch kognitive Einschränkungen und ihre Auswirkungen auf den häuslichen Alltag können Thema einer Angehörigenanleitung sein.

Die Angehörigenanleitung sollte frühzeitig beginnen, da die gewonnenen Erkenntnisse auch in die Behandlung der Patienten einfließen. Wir bitten Sie deshalb, möglichst früh einen Termin mit den Therapeuten zu vereinbaren.

Informationen für Patienten und pflegende Angehörige
Das Luisenhospital Aachen bietet Ihnen Informationen und Beratung zur Pflege zu Hause an. Was bedeutet die "Pflege zu Hause"? Unabhängig davon, ob die Pflegebedürftigkeit eines nahestehenden Menschen schleichend oder plötzlich eingetreten ist, können sich für die Familien vielfältige Fragen zu folgenden Aspekten ergeben:
 

  • Finanzierung der Pflege
  • Durchführung von Pflegetechniken
  • psychische Belastung der ganzen Familie
  • innerfamiliäre Konflikte

Deshalb bieten wir schon während des Krankenhausaufenthaltes im Rahmen eines Modellprojektes eine individuelle Begleitung der Familien an.