Gefäßchirurgie

Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Systemerkrankung der Arterien

Die arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) stellt neben der Koronaren Herzkrankheit und dem Schlaganfall die dritte bedeutende Herz-Kreislauf-Erkrankung dar. In Deutschland sind ab dem 65. Lebensjahr rund 15 % der Menschen betroffen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Beine, seltener einmal der Arme. Sie führt zur Entwicklung von Engstellen ("Stenosen") und Verschlüssen im arteriellen Kreislauf.

Symptome bei der arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)

Die hierdurch verursachten Beschwerden reichen von der sogenannten Schaufensterkrankheit mit belastungsabhängigen Wadenschmerzen mit unterschiedlich starker Einschränkung der Gehstrecke ("Claudicatio intermittens")über nächtliche Ruheschmerzen bis zum Gewebeuntergang ("Gangrän").

Risikofaktoren für die arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Rauchen bekräftigen die pAVK und können bis hin zur Amputation führen.

Diagnostik der arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)

Im Rahmen unserer täglich stattfindenden Gefäßsprechstunde erfolgt die ambulante Diagnostik der pAVK. Neben der Erhebung des Pulsstatus ist mittels Doppler-Untersuchung und Farb-Duplex-Sonographie rasch und strahlungsfrei ein Screening möglich. Bei gegebener Therapie-Notwendigkeit stehen mit der MR-Angiographie oder CT-Angiographie die modernen, bildgebenden Verfahren durch die Abteilung Radiologie zur Verfügung. Diese Angiographien stellen das Gefäßsystem mit der zugrundeliegenden Pathologie dar. Diese Bilder ermöglichen die Festlegung des Therapieregimes.

Therapie der arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)

Viele Gefäßveränderungen können wir heutzutage schonend-minimalinvasiv in Lokalanästhesie therapieren. Bei diesen endovaskulären Eingriffen bzw. sogenannten Interventionen werden nach Punktion der Leistenschlagader die Gefäßengen bzw. auch viele Verschlüsse nach Sondierung mit einem Katheter aufgedehnt ("Ballon-Angioplastie"). Bestimmte Befunde erfordern die zusätzliche Einbringung einer Gefäßstütze ("Stent"). Derartige minimalinvasive Eingriffe sind in der Regel nur mit einem Zwei-Tages-Aufenthalt in unserer Klinik verbunden.

Für ausgedehntere arteriosklerotische Befunde stehen in unserer Abteilung sämtliche operative Möglichkeiten zur Verfügung. Neben den Standard-Verfahren wie z.B. einer Ausschälplastik ("Thromb-End-Arteriektomie") handelt es sich hierbei um Bypass-Anlagen zur Überbrückung längerer Gefäßverschlüsse. Hierzu werden Kunststoff-Gefäßprothesen oder die körpereigene, oberflächliche Vene des Beins verwendet, um den Blutfluss zum Fuß wiederherzustellen. In vielen Fällen werden offen-chirurgische und endovaskuläre Verfahren kombiniert ("Hybridchirurgie"), um Veränderungen in mehreren Gefäßregionen im Rahmen einer Operation erfolgreich behandeln zu können.

Die Therapie der pAVK erfolgt befundangepasst und ermöglicht betroffenen Patienten eine verbesserte Mobilität bzw. verhindert eine drohende Amputation.
 

Vorher - Nachher Beispiele


Abbildung 1 zeigt die Oberschenkelschalgadern vor dem Eingriff. In beiden Beinen sehen wir eine arterielle Verkalkung.

Abbilung 2 zeigt im rechten Bein (links im Bild) die Überbrückung der Durchblutung durch einen Bypass.

Abbildungen 3 zeigt die Gefäßsituation vor dem Eingriff. Abbildung 4 zeigt die wiederhergestellte Durchblutung nach Gefäßaufdehnung mittels Ballonkatheter.
 

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